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Klettersteige

Klettersteige bieten zahlreiche Möglichkeit für Fotografen. Durch die meist sehr gute Absicherung am Fixseil, kann der Foto gezückt und die ein oder andere Aufnahme gemacht werden. In dieser Rubrik werden Klettersteige vorgestellt und hinsichtlich ihrer Attraktivität für die Freunde der Bergfotografie bewertet. Quasi: Wie fotogen ist der Klettersteig?

Kurt Albert im Höhenglücksteig abgestürzt

Geschrieben am 27. September 2010 von Sebastian | Bislang 2 Kommentare

Kurt Albert (Bild: kurt-albert.de)

Kurt Albert (Bild: kurt-albert.de)

Gerade verbreitet sich im Internet in Windeseile die Nachricht, dass Kurt Albert auf dem Höhenglücksteig in der Hersbrucker Alb abstürzte. Aus bislang nicht bekanntem Grund stürzte Kurt Albert 18 Meter in die Tiefe. Er überlebt den schweren Sturz, ist jedoch schwerstverletzt!

Kurt Albert laut DPA und klettern im Klettersteig abgestürzt

Das meldet sowohl die DPA als auch das Magazin klettern. Von dort aus verbreitet sich die Nachricht gerade in Windeseile im Internet, beispielsweise auf news.climbing.de, bergleben, via-ferrata aber auch international wie z.B. auf karin.com. Auf seiner eigenen Homepage wurde der Vorfall bislang nicht bestätigt.

Ablauf weitgehend unklar: 18m Sturz im Höhenglücksteig

Wie es zu diesem schlimmen Unfall kommen konnte ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen wurden durch den zuständigen Sachbearbeiter für Kletter- und Bergunfälle des Polizeipräsidiums Oberpfalz übernommen. Ein Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberpfalz, teilte heute Morgen mit, dass man bislang keine Hinweise für ein Fremdverschulden festzustellen waren. Die Zeugenbefragungen und Ermittlungen dauern noch an.

Nach bisherigem Kenntnisstand war der 56-Jährige mit einer Gruppe unterwegs – vermutlich führte er eine Gruppe, wie er es im Rahmen seiner Outdoor-Trainings wiederholt getan hat. Bereits im ersten der drei Teilabschnitte war Kurt Albert aus bislang noch ungeklärten Gründen aus einer Höhe von ca. 18 Metern in die Tiefe gestürzt. Er zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu und mit einem  Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Zustand der fränkischen Kletterlegende hatte sich bis Montag noch nicht wieder gebessert.

Kurt Albert: die sympathische Rotpunkt-Legende

Kurt Albert wurde im Januar 1954 in Nürnberg geboren und zählt heute zu einem der einflussreichsten deutschen Kletterer aus dem Frankenland. Er ist begeisterter Bergsteiger der zahlreiche Expeditionen unternahm und betätigte sich zudem als Trainer und Fotograf. Seit seinem 14 Lebensjahr kletterte er und konnte zahlreiche Meilensteine der alpinen Geschichte Deutschlands setzen.

Er gilt als Begründer des Rotpunktkletterns. Nachdem er zur Überzeugung kam, dass technisches Klettern eine Sackgasse sei, begann er ab 1975 alle  Touren, die er frei begangen hatte, mit einem roten Punkt zu markieren.

Der Höhenglücksteig

Der Höhenglücksteig ist der längste Klettersteig in Franken, den ich bereits mehrmals begangen habe. Es startet unweit von Hegendorf in der Herbrucker Alb und wird von der Bergwacht Nürnberg betreut. Er führt entlang eines Felsbandes und ist in drei Sektoren eingeteit. Die ersten beiden Teilabschnitte sind i.d.R. auch für Anfänger machbar, jedoch in ihrer Ausgesetztheit und Schwierigkeit nicht zu unterschätzen. Die Versicherung würde ich jedoch als sehr gut beschreiben. Der dritte Teilabschnitt sowie ein umgehbares Stück des ersten Teilabschnittes sind weitaus schwerer und sollten nur von trainierten Menschen begangen werden.

Einen ersten Eindruck vom Klettersteig kann das das folgende Video vermitteln:

YouTube Preview Image

Beste Wünsche für Kurt Albert

Egal wie es zu diesem Unglück gekommen ist: die Genessungswünsche für Kurt Albert werden bereits im Internet überall sichtbar. Natürlich möchte auch ich mich diesen anschließen und die Daumen drücken, dass es mit Kurt schnell wieder bergauf geht. Und das nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch im wahrsten Sinn der Worte – er würde unserer Klettererwelt fehlen!

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