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Tourentipps

Tipps für spannende Touren mit lohnenden Motiven für die Bergfotografie. Vielleicht finden Sie Hinweisen, wo Ihr schönstes Gipfel- oder Kletterfoto möglich ist.

Biohotel Theresia im Salzburger Land

Geschrieben am 4. April 2011 von Sebastian | Bislang ein Kommentar

Kitzbüheler Alpen

Kitzbüheler Alpen

[Trigami Advertorial]

Ich kenne das Salzburger Land bereits aus vergangenen Trips und war immer recht angetan davon. Man kann sich dort in Sachen Wintersport so richtig austoben und ist dennoch fix in Städten wie eben Salzburg. Ich hatte wiederholt überlegt ob ich dort nicht eine Schneeschuh-Tour unternehmen könnte – in meinen Augen für Fotografen noch immer die bessere Alternative zum Skifahren. Und in dieser Region findet man zahlreiche Touren, die nicht durch allzu schroffes Gelände ausarten, sondern fast schon gemütlich begangen werden können.

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Kurt Albert im Höhenglücksteig abgestürzt

Geschrieben am 27. September 2010 von Sebastian | Bislang 2 Kommentare

Kurt Albert (Bild: kurt-albert.de)

Kurt Albert (Bild: kurt-albert.de)

Gerade verbreitet sich im Internet in Windeseile die Nachricht, dass Kurt Albert auf dem Höhenglücksteig in der Hersbrucker Alb abstürzte. Aus bislang nicht bekanntem Grund stürzte Kurt Albert 18 Meter in die Tiefe. Er überlebt den schweren Sturz, ist jedoch schwerstverletzt!

Kurt Albert laut DPA und klettern im Klettersteig abgestürzt

Das meldet sowohl die DPA als auch das Magazin klettern. Von dort aus verbreitet sich die Nachricht gerade in Windeseile im Internet, beispielsweise auf news.climbing.de, bergleben, via-ferrata aber auch international wie z.B. auf karin.com. Auf seiner eigenen Homepage wurde der Vorfall bislang nicht bestätigt.

Ablauf weitgehend unklar: 18m Sturz im Höhenglücksteig

Wie es zu diesem schlimmen Unfall kommen konnte ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen wurden durch den zuständigen Sachbearbeiter für Kletter- und Bergunfälle des Polizeipräsidiums Oberpfalz übernommen. Ein Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberpfalz, teilte heute Morgen mit, dass man bislang keine Hinweise für ein Fremdverschulden festzustellen waren. Die Zeugenbefragungen und Ermittlungen dauern noch an.

Nach bisherigem Kenntnisstand war der 56-Jährige mit einer Gruppe unterwegs – vermutlich führte er eine Gruppe, wie er es im Rahmen seiner Outdoor-Trainings wiederholt getan hat. Bereits im ersten der drei Teilabschnitte war Kurt Albert aus bislang noch ungeklärten Gründen aus einer Höhe von ca. 18 Metern in die Tiefe gestürzt. Er zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu und mit einem  Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Zustand der fränkischen Kletterlegende hatte sich bis Montag noch nicht wieder gebessert.

Kurt Albert: die sympathische Rotpunkt-Legende

Kurt Albert wurde im Januar 1954 in Nürnberg geboren und zählt heute zu einem der einflussreichsten deutschen Kletterer aus dem Frankenland. Er ist begeisterter Bergsteiger der zahlreiche Expeditionen unternahm und betätigte sich zudem als Trainer und Fotograf. Seit seinem 14 Lebensjahr kletterte er und konnte zahlreiche Meilensteine der alpinen Geschichte Deutschlands setzen.

Er gilt als Begründer des Rotpunktkletterns. Nachdem er zur Überzeugung kam, dass technisches Klettern eine Sackgasse sei, begann er ab 1975 alle  Touren, die er frei begangen hatte, mit einem roten Punkt zu markieren.

Der Höhenglücksteig

Der Höhenglücksteig ist der längste Klettersteig in Franken, den ich bereits mehrmals begangen habe. Es startet unweit von Hegendorf in der Herbrucker Alb und wird von der Bergwacht Nürnberg betreut. Er führt entlang eines Felsbandes und ist in drei Sektoren eingeteit. Die ersten beiden Teilabschnitte sind i.d.R. auch für Anfänger machbar, jedoch in ihrer Ausgesetztheit und Schwierigkeit nicht zu unterschätzen. Die Versicherung würde ich jedoch als sehr gut beschreiben. Der dritte Teilabschnitt sowie ein umgehbares Stück des ersten Teilabschnittes sind weitaus schwerer und sollten nur von trainierten Menschen begangen werden.

Einen ersten Eindruck vom Klettersteig kann das das folgende Video vermitteln:

YouTube Preview Image

Beste Wünsche für Kurt Albert

Egal wie es zu diesem Unglück gekommen ist: die Genessungswünsche für Kurt Albert werden bereits im Internet überall sichtbar. Natürlich möchte auch ich mich diesen anschließen und die Daumen drücken, dass es mit Kurt schnell wieder bergauf geht. Und das nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch im wahrsten Sinn der Worte – er würde unserer Klettererwelt fehlen!

Checkliste für die Outdoor- und Bergfotografie

Geschrieben am 22. Juli 2010 von Sebastian | Bislang 3 Kommentare

Titelbild der Foto Praxis 4/10

Titelbild der Foto Praxis 4/10

In der aktuellen Ausgabe (4/2010) der Foto Praxis findet sich auf den Seiten 40 und 41 ein Bericht, der viele meiner Ansichten zur Outdoor- und Bergfotografie wiedergibt. Der Artikel gefällt mir recht gut, auch wenn die Überschrift die Bergfotografie stärker als Thema vermuten lässt als es das war.

Eine Einschränkung möchte ich jedoch ausdrücklich machen: die Checklist zur Berg- und Outdoor-Fotografie habe ich nicht zusammengestellt. Mehr noch: ich kann dieser nicht 100%ig zustimmen und würde diese anders gestalten.

Anmerkungen zur Checkliste für die Bergfotografie

Die Checkliste

Die Checkliste

Mit Verlaub, aber der von der „Foto Praxis“ abgedruckten Checkliste Bergfotografie sieht man an, dass sie wahlweise ohne großem Sachverstand oder ohne Zeit zusammengeschustert wurde. Dass dort ernsthaft der Punkt „Kamera“ mit aufgenommen wurde, zeigt dies bereits sehr eindrucksvoll. Dem könnte ich jedoch auch noch uneingeschränkt zustimmen, ebenso wie den folgenden Punkten:

  • Kamera: ja richtig, ohne geht halt einfach mal nix
  • Ersatz-Akkus: ja, das ist lohnend…auf die Idee neben der Beleuchtung des Gipfelkreuzes auch eine Steckdose zu installieren ist bislang keiner gekommen.
  • Ersatz-Speicherkarte: wenn man das Ersatz i.S.v. zusätzliche versteht ja – man kann nie genug dabei haben

Kritikpunkte zur veröffentlichten Checkliste Bergfotografie

Es gibt dann jedoch noch eine Reihe von Punkten, die ich so nicht stehen lassen würde. Den Eintrag „Sonnenöl“ sehe ich einfach als bewussten Hinweis, dass die Liste nicht so ganz ernst gemeint ist und übergehe es darüber hinaus einfach. Auch den Eintrag Stativ lasse ich weitgehend unkommentiert. Dass dieses mehrheitlich wünschenswert ist, man mit der Auswahl jedoch oftmals eine große Herausforderung hat, ist selbsterklärend und wird im Test des Feisol Carbon-Reisestativ ebenfalls deutlich.

Die übrigen Punkte des Liste möchte ich dann doch kommentieren:

verschiedene lichtstarke Objektive (ideale Brennweite 85-135mm)

Mit Objektiven und dem Buzzword „lichtstark“ macht man in der Fotografie ja meist nichts falsch. Auch hier stimmt es natürlich…die sollten mit. Wieviele es sein müssen? Schwere Frage! Man wird sich immer einen Kompromiss erarbeiten müssen, der noch tragbar ist.

Tokina 11-16mm: willkommenes Weitwinkel

Tokina 11-16mm: willkommenes Weitwinkel

Anders sehe ich es bei der angegebenen Brennweiten. Zum einen wird ein Outdoorfotograf 85-135mm tendenziell in ein einzige Objektiv packen wollen. Zum anderen sind Brennweiten abseits des angegebenen Bereichs oftmals sinnig, notwendig oder gewünscht.

Ich habe seit ich es besitze immer ein Weitwinkel-Objektiv mit im Gepäck. Wer schon einmal gesehen hat, wie tief das Kletterbild wirkt, wenn man mit kurzen 11mm (bei mir jeweils mit Crop 1,5) abdrückt, der will es nicht mehr missen. Manchmal braucht man auch einfach die kurze Brennweite um alles drauf zu bekommen, was man haben möchte. Im umgekehrten Fall kenne ich einige Fotografen, die gerne mit langer Brennweite die Gipfel von Ihnen „zusammenschieben“ oder die 300mm voll ausnuzten um interessante Perspektiven oder Detailaufnahmen zu ermöglichen.

weiße Faltreflektoren

Ich mag diese Dinger – man baut sie auf, gibt sie einem Assistenten in die Hand und kann tolle Sachen damit realisieren! Nur auf eine Idee würde ich nie kommen: diese ins Backcountry oder die Berge mitzunehmen. Die Gründe hierfür sind:

  1. kleiner Sunbounce Reflektor

    kleiner Sunbounce Reflektor

    Das Packmaß eines Faltreflektors ist beachtlich – deren Gewicht nicht zu unterschätzen. Zwar hätte ich immer gerne einen Sunbounce im Gepäck – aber das ist i.d.R. nicht machbar.

  2. Reflektoren bringen bei Portraitaufnahmen viel und sind bei Makros manchmal ganz hilfreich. In der Landschaftsfotografie helfen sie wenig weiter. Die Mehrheit der Outdoor-Fotografen in meinem Verständnis sind jedoch häufig mit Landschaften konfrontiert.
  3. Outdoor-Fotografie und Bergfotografie sollen authentisch sein. Die Bilder leben wahlweise von toller Natur oder dem Augenblick. Sie werden nicht gestellt, sondern entstehen i.d.R. dann, wenn Menschen draußen aktiv sind. Versteht man Outdoor-Fotografie also analog der Reportage-Fotografie, sind Reflektoren fehl am Platz.
  4. Das Handling der Faltreflektoren lässt sich oft nur schwer mit Outdoor-Aktivitäten und Bergsport verbinden. Mir geht einfach nicht das Bild aus dem Kopf, wie neben einem Kletterer und Fotograf auch noch einige Assistenten mit großen Reflektoren in einer Wand hängen…das wäre sicher ein peinliches Chaos!

Requisitenkoffer

Evtl. ein Requisitenkoffer mit Rollen für den leichten Transport?

Evtl. ein Requisitenkoffer mit Rollen für den leichten Transport?

Ich erinnere: die Bergfotografie soll authentisch sein und nicht gestellte Bilder produzieren. Damit sind alle benötigten Requisiten ohnehin im Rucksack. Der Kocher wird eh vor dem Zelt ausgepackt, der Karabiner hängt ohnehin am Gurt und die Finger stecken auch ohne Show im Chalk. Alles was auf den Bilder zu sehen sein sollte, sollte auch in der Realität eine Funktion haben…

Zudem muss alles getragen werden – entlang Wegen, die oft schon ohne Fotoausrüstung beschwerlich sind. Da trägt gerne noch einen kantigen Requisitenkoffer mit sich umher. Wanderstöcke werden ohnehin überschätzt. Und fortgeschrittene Kletterer nehmen den besagten Koffer auch gerne mit in die Wand – neben dem Beautycase, der Abends im Hängezelt benötigt wird.

Mobile Festplatte

NEXTO eXtreme ND2700 Foto Tank 160GB

NEXTO eXtreme ND2700 Foto Tank 160GB

Ich stimme zu: ein mobiler Image Tank kann Sinn machen. So kann man die Speicherkapazität stark ausweiten oder die Daten redundant sichern. Wenn dann aber bitte einer, der auf Flashspeicher basiert, da Festplatten für den Outdoor-Einsatz zu empfindlich sind. Und man sollte genau hingucken: ist es nicht leichter, einen großen Satz Speicherkarten zu beschaffen? Hochwertige Karten wie die der SanDisk Extreme und Ultra Reihen haben mich bislang nie verlassen.

Versuch einer Annäherung an die gedrucke Checkliste

Wie unschwer zu erkennen ist, belächel ich die abgedruckte Checkliste und hoffe inständig, dass keiner der Leser auf die Idee kommt diese mit mir in Verbindung zu bringen. Auch die direkt daneben gedruckten Tipps zur „Planung der Aufnahme“ entsprechen nur bedingt meinem Verständnis der Berg- und Outdoor-Fotografie.

Vielleicht war aber auch nur jemand mit der Liste beauftragt, der meine Ansichten nicht teilt (auch wenn diese im usprünglichen Interview ausgiebig vorgestellt wurden). Mancherorts wird Outdoorfotgrafie für alles gleichgesetzt was nicht in befestigten Gebäuden stattfindet. Das beinhaltet dann eben auch ein Shooting im Park nebenan – wofür ein Requisitenkoffer Sinn machen kann. Im den Kontext der Bergfotografie ist die Liste jedoch nur schwerlich zu bringen.

Damülser Mittagsspitze

Geschrieben am 8. Juli 2010 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Damülser Mittagsspitze

Damülser Mittagsspitze

Mit 2.097 Metern ist die Damülser Mittagspitze kein auffällig hoher Berg in Österreich. Dafür jedoch darf man behaupten, dass er zu den auffällig fotogenen Alpenteilen gehört – soweit man einen einzelnen Berg fotografieren mag.

Die Damülser Mittagsspitze

Die Mittagsspitze liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg, genauer in der Region Bregenzerwald. Überregional ist die Höhe er unbedeutend, regional schon: mit knapp 2.100 Metern ist sie die höchste Erhebung der Gemeinde Damüls.

Ursprünglich wurde die Damülser Mittagsspitze „Trista“ genannt – wann und warum er umbenannt wurde ich mir nicht bekannt. Dafür aber, dass er in erster Linie aus den drei Gesteinsarten Sandstein, Gneis und Schiefer besteht.

Leichter Aufstieg zur Damülser Mittagsspitze

Für die ersten Erfahrungen in der Bergfotografie ist die Damülser Mittagsspitze aus zwei Gründen geeignet:

  1. ein einfach Zustieg
  2. vielfältige Bildervariationen möglich

Der leichtestes Aufstieg führt via dem Normalweg über die Südostseite. Mit der Sesselbahn kann man bis zur Bergstation Uga fahren. Startet man dort, dauert die Besteigung der Spitze lediglich noch etwa eine Stunde.Verzichtet man auf Damülser Sesselbahn, muss man ebenfalls nur eine Stunde extra einkalkulieren.

Der Weg wird jährlich von der Bergrettung Damüls instandgesetzt und ist daher stets in einem ordentlichen Zustand. Jedoch sollte bei keiner Bergtour wie dieser auf gutes Schuhwerk verzichtet werden.

Fotos der Damülser Mittagsspitze

Wie bereits angedeutet ist die Damülser Mittagsspitze überaus fotogen. Sie steht exponiert oberhalt der Baumgrenze und kann weitgehend isoliert von anderen Alpenteilen aufgenommen werden. Zudem finden sich in der Umgebung zahlreiche weitere Objekte, die mit der Mittagsspitze kombiniert werden können. Dazu zählen beispielsweise die nahegelegenen Hütten (Ugaalpen), Vegitation oder auch gänzlich unromantische Lawinenschutzeinrichtungen.

Einen Eindruck können die nachfolgenden Bilder geben, die Friedrich Böhringer auf Wikimedia Commons zur Verfügung gestellt hat. Einen weiteren Eindruck hat Antonio in der fotocommunity veröffentlicht.

Damülser Mittagspitze im Herbst

Damülser Mittagspitze im Herbst

Panorama mit Tal

Panorama mit Tal

Damülser Mittagspitze mit Lawinenfangzaun

Damülser Mittagspitze mit Lawinenfangzaun

hochkant im Winter

hochkant im Winter

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