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trinken & kochen

Welcher Titanium Spork ist gut?

Geschrieben am 27. Mai 2010 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Als Outdoor-Fotograf trägt man bereits an der Kamera und Fotoausrüstung recht schwer. Folglich ist man stets bemüht das Gewicht im Rucksack an der ein oder anderen Ecke zu minimieren. Mit einem Blick auf mein Outdoor-Besteck habe ich dann wohl eine Möglichkeit gefunden – wenn auch noch recht überschaubar.

Denn zuletzt hatte ich in meinem Rucksack ein günstiges Besteckset der Bundeswehr. Gabel, Messer und Löffel sind dabei in einer Metallmanschette zusammengefasst und bieten auch gleich noch einen Dosenöffner und Deckelheber. Soweit so gut – leider wiegt dieses Metallbesteck locker mal so viel wie ein gehobenes Objektiv…hat aber eben keine Auswirkung auf die Bildqualität. Folglich: hier kann man Gewicht sparen!

Messer vorhanden – Löffel-Gabel-Kombination gesucht

Meine Überlegungen starteten damit, dass ich mir das Messer komplett sparen könnte. In jeder Outdoor-Ausrüstung sollte ein solides Messer stecken. Ob dies nun ein Multitool oder etwas anderes ist dabei eigentlich egal: die Klinge kann (nach einer fachmännischen Reinung am Hosenbein) auch verwendet werden um Essen zu zerkleinern. Also weg mit dem extra Messer…braucht man nicht.

Fehlt uns für ein vollwertiges Essbesteck lediglich ein Löffel für das morgentliche Müsli oder das Travellunch sowie eine Gabel. Gabel und Löffel? Hey, das hört sich verdammt nach einem Spork an.

Der Kunststoff Spork von Light my Fire…

Der Plastik Spork von Light my Fire

Der Plastik Spork von Light my Fire

…ist ja mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund. Passt irgendwie, denn es gibt ihn in einer ganze Reihe von Farben. Im Spork kombiniert sind eben eine Gabel – jeder an einem Ende. Eigentlich genau das was ich suche und ich besitze sogar einen Spork von Light my Fire. Ja sogar einen in der XL-Variante, die sich jedoch nur für Großmäuler und als Salatbesteck eignet. Leider bin ich absolut kein Freund von Kunststoff als Besteck…erinnert mich immer irgendwie daran, dass man Kindern aus Angst vor Schäden Plastikbecher in die Hand gibt.

Light my Fire Titanium Spork

Spork Titanium von Light My Fire

Spork Titanium von Light My Fire

Doch Light my Fire hat vorgesorgt und eine Luxus-Variante des Sporks herausgebracht. Die selbe Formgebung, ganz typisch Spork, aber Titan als Basismaterial. Sehr edel sieht es aus und sehr robust. Denn das extrem feste Titan ist praktisch nicht klein zu kriegen. Selbstverständlich rostet nichts, was es für den Outdoor-Einsatz ideal werden lässt. Zudem ist Titanium recht leicht – auch wenn der Spork in der Titan-Variante mit 17 Gramm nicht ganz so leicht wie die Plastikversion (nur 9 Gramm) ist.

Titan Spork Short von Snow Peak

Spork Titanium von Snow Peak

Spork Titanium von Snow Peak

Noch weiter geht die Marke Snow Peak, die ebenfalls einen Spork aus Titanium aufgelegt haben. Die kleine Outdoor-Variante ist gerade mal 11,6 cm lang – mehr als 5 cm kürzer als die Light my Fire Variante. Mit 15 Gramm ist er allerdings nur unwesentlich leichter.

Selbstverständlich ist es aber dennoch eine praktische Kombination aus Löffel und Gabel! Die Formgebung ist jedoch anders als die des bekannten LmF-Vetters: Gabel und Löffel sind an nur einem Ende vereint. Heraus kommt eigentlich ein Löffel mit Zinken vorne dran.

Das macht für mich aber gleich einen Vorteil aus. Denn beim Light My Fire Spork hat man die Wahl zwischen Gabel oder Löffel oder beides im Wechsel wobei es dann verschmierte Finger gratis gibt. Denn man greift dann ja da wo gerade noch Essen war. Irgendwie nicht so der Bringer. Hinzu kommt, dass bei schmutzigen Finger auch der Löffel / die Gabel mit Griffelddreck angeschmiert werden…aber das will man ja eben durch Besteck gerade verhindern.

Snow Peak hat die Nase den Spork vorne

Mit dem Modell von Snow Peak hingegen hat man dieses Problem nicht. Einmal sticht man rein und einmal gräbt oder schöpft man im Essen. Kein Drehen, kein Schmieren, kein Problem. Genau aus diesem Grund ist die Snow Peak Variante mein aktueller Favourit.

Einziges Problem: der Standard-Spork aus dem Hause Light my Fire ist mit Abstand am günstigsten. Für unter 2 € ist er eigentlich nicht der Rede wert – aktuell (Stand 29. Mai 2010) ist er sogar noch um 25% reduziert. Die Titan-Versionen kosten erwartungsgemäß das vielfache…was es mir aber wert ist, nicht auf Plastik zu kauen.

Wer sich die Geräte einmal genau ansehen möchte oder sich gleich eines bestellen möchte, findet diese alle bei den Bergfreunden:

Outdoor-Kochrezept: Risibisi

Geschrieben am 25. Februar 2010 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Wer in den Bergen oder überhaupt draußen unterwegs ist, bekommt irgendwann Hunger. Erst recht als Bergfotograf, der neben seiner Kletterausrüstung auch noch Fotoausrüstung incl. Stativ und Co den Eiger hochgeschleift hat. Zwar ist Hunger der beste Koch aber dennoch: besser schmeckt, was besser schmeckt.

Aus diesem Grund gibt es heute zum ersten mal eine kleines Kochrezept das Outdoor- und Camping-tauglich ist.Wir starten heute also eine neue Serie:

Risibisi: auch für Outdoorküche geeignet | Photo: Rainer Sturm, pixelio.de

Risibisi: auch für Outdoorküche geeignet | Photo: Rainer Sturm, pixelio.de

Kochrezepte für die Outdoorküche: Risibisi

Risibisi ist toll, denn es geht einfach und recht schnell. Dazu dann kann man den Namen noch super sagen, wenn man sich bereits mit einer halben Flasche der lokal günstigen Schnapses die Kälte vom Leib gehalten hat. Die Anforderungen an die Outdoor-Küchenausstattung ist sehr überschaubar (siehe unten). Zudem trägt man nicht sonderlich schwer an der Sache!

Die Zutaten für einen nicht ganz ausgehungerten Outdoorfotografen:

  • 1 Tasse Reis
  • 1 Tasse klein geschnittenes Gemüse
  • etwa ½ Tasse klein geschnittene Zwiebel (das müssen wir später schätzen)
  • wer es mag 1 Knoblauchzehe (zu empfehlen!)
  • Öl oder Margerine zum anbrutzeln
  • Gewürze: Salz, Pfeffer und süsses Paprikapulver (z.B. in der LMF Spice Box)

Outdoor-Küchenausrüstung:

Zubereitung

Als erstes Kletterseil, Hardshell-Jacke und Kamera in Sicherheit bringen. Dann Kocher an und es kann richtig losgehen. Ich habe extra eine Reihenfolge zusammengestellt, mit der man alles hinbekommen wird ohne zwischendrin eine Tasse zu wenig zu haben:

  1. Knoblauch wenn gewünscht putzen und schnipseln
  2. Zwei Tassen Wasser in den Topf (das zuerst, sonst fehlt einem später die Maßeinheit)
  3. Deckel / Pfanne auf den Topf und den Reis mit etwas Knoblauch in wenig Fett oder Öl anrösten (Hitze sollte beim Wasserkochen grade so ausreichen – ansonsten auch kein Weltunterang)
  4. bis alles kocht und brutzelt: Gemüse schneiden (alternativ: Dose auf, z.B. Mais – dann hat man auch wieder ein Messgefäß)
  5. Pfanne (also Reis und Knoblauch) in den Topf mit Wasser geben und den Kocher möchlichst weit runterdrehen
  6. das ganze jetzt rund 20 Minuten vor sich hin „brodeln“ lassen – der Deckel bleibt dabei stets zu
  7. Gemüse und Zwiebel in den Deckel / die Pfanne geben und mit etwas Fett abbraten (evtl. klappt das noch auf dem Topf oben drauf – ansonsten kochen wir erst den Reis fertig und dann braten wir das Gemüse) – Paprika, etwa halber Teelöffel, darin verteilen
  8. Gemüse in den Reistopf geben und unterrühren
  9. mit Salz und Pfeffer abschmecken

Abschließende Tipps

  • ja, es ist ein vegitarisches Gericht
  • ja, man kann auch etwas Fleisch mit einbringen. Wahlweise einfach Schinken anbraten. Noch leckerer (aber gerade an heißen Tagen nicht ungefährlich) ist natürlich Geflügel – hier bittte in jedem Fall direkt auf der Flamme nochmal ordentlich durchbraten!
  • ja, ich kann mir auch vorstellen, dass ein Fisch da rein passen würde
  • richtig, wenn es nichts geworden ist, rettet ein ordentlich Käse wie meist das ganze zumindest einigermaßen
  • wenn es nicht schmeckt? dann renne noch zweihundert Höhenmeter rauf und probiere nochmal – da schmeckt es u.U. schon gleich viel besser!
  • Mein Kochset Tipp für dieses Essen: Snow Peak Personal Cooker No 1 für nicht mal 15€!

Trinksysteme: Vorteile

Geschrieben am 8. Januar 2010 von Sebastian | Bislang 2 Kommentare

Trinkrucksack

Trinkrucksack von Camelbak

Seit etwa zwei Jahren verwende ich bei Touren immer wieder ein Trinksystem. Lange fragte ich mich, wie es denn sein kann, dass erwachsene Menschen sich wieder dem Nuckeln hingeben. Doch jeder, der es einmal begonnen hat, der erkennt schnell: Trinksysteme, Trinkblasen oder Trinkrucksäcke bieten große Vorteile:

  • leichter Transport von Flüssigkeit
    Durch die körpernahe Positionierung der Trinkblase im Rucksack ist Beförderung einfach. Der Schwerpunkt wird nahe an den Körper geholt – stets angenehm und zwingend für alle Aktivitäten, bei denen der Rucksack nicht umschlagen darf, beispielsweise Klettern, Hochtouren, Radfahren,…
  • begünstigt kontinuierliche Flüssigkeitsversorgung
    Es ist unbestritten: besser als „Druckbetankungen“ in kurzen Pausen ist eine kontinuierliche Versorgung Flüssigkeit in kleinen Mengen. Da der Trinkschlauch immer in Mundnähe ist, kann man einfach mal schnell ein oder zwei Schluck nehmen…ohne gleich den Rucksack runterzerren zu müssen.
  • Trinken in fast jeder Situation möglich
    Mal ehrlich: wie oft hängt man in der Wand, ist froh, dass man mit zwei Händen sich und seine Ausrüstung halten kann und dann kommt auch noch der Durst. Mit einem Trinksystem dreht man den Kopf, Trinkventil rein, draufbeißen,  kurz saugen….Ahhhhhh.
  • für Fotografen: Kamera bleibt in den Händen
    Es mag für den Laien komisch klingen aber die Situation ist für den Outdoor-Fotografen existent: in der Hand liegt eine Kamera, deren Wert locker vierstellig ist. Die Füsse stehen auf oder besser gesagt in Schnee. Möchte man jetzt den Rucksack ablegen um etwas zu trinken, so hat man oft keine andere Chance als wahlweise einarmige Akrobatik zu vollführen oder eben die Kamera abzulegen. Doch wer tut das gerne? Ich habe mich bislang im Zweifelsfalle immer für meine Nikon und gegen meinen Durst entschieden. Heute muss ich das nicht mehr.
  • Glück haben und Scherben vermeiden
    Die Trinkblasen moderner Trinksysteme und Trinkrucksäcke sind nahezu unzerstörbar. Im Vergleich zu Glasflaschen ergibt sich dadurch der Vorteil, dass selbst bei heftigen Stößen oder derben aufsetzen des Rucksacks kein klirren und anschließendes fluchen zu hören ist. Selbst kräftige Stürze des Vorsteigers verträgt ein Trinksystem – und haut diesem auch keine Kanten in den Rücken.
  • Optimales Packmaß
    Lange Jahre habe ich bei kürzeren Touren in den Tagesruck zuerst zwei Flaschen Wasser und dann den Rest dazwischen gestopft. Wenn ich heute eine flache Trinkblase in meinen Rucksack schiebe und dieser nicht wesentlich an Stauraum zu verlieren scheint, kann ich das nur müde belächeln. Und erst recht am Abend
  • Geringes Gewicht des Trinkgefäßes
    Das schwerste an eine Flasche Wasser war für mich immer die Glasflasche an sich. Ein Trinksystem wiegt hier deutlich weniger.

Weitere Artikel der Trinksysteme-Reihe:

  • Plastikgeschmack im Trinksystem (in Kürze)
  • Pflegehinweise für Trinksysteme (in Kürze)
  • Kaufberatung zu Trinksystemen und Trinkblasen (in Kürze)
  • Kaufberatung zu Trinkrucksäcken (in Kürze)
  • Bekannte Hersteller von Trinksystemen (in Kürze)
  • Test: Trinksystem Deuter Streamer (Source)

Linktipps rund um das Thema Trinksysteme:

Bezugsquellen für Trinksysteme: Meine Empfehlung

Weitere Bezugsquellen:

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