Artikel zum Themenbereich

Kletter-Ausrüstung

Elephant Slackline „Blue Wing“ im Test

Geschrieben am 30. April 2012 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Elephant Slacklines

Elephant Slacklines

Ich finde es genial, dass irgendwann jemand das Slacklinen erfunden hat. Gerne balanciere ich auf dem Band umher und beobachte, welche Entwicklungen es in diesem Bereich gibt.

Es freut mich aus diesem Grund besonders, dass ich die Gelegenheit bekommen habe eine Slackline der deutschen Firma „Elephant Slacklines“ zu testen. Weil das Wetter draußen gerade hässlich ist, gibt es im ersten Teil erst einmal einen Blick auf die Komponenten. Mal sehen was sich hinter dem Slogan „mady by freaks. tested by elephants“ verbirgt.

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Slackline mit Ratsche sicher entspannen

Geschrieben am 29. April 2012 von Sebastian | Bislang ein Kommentar

Slackline entspannen

Slackline entspannen

Während es über den Aufbau der verschiedenen Slackline-Systeme zahlreiche Videos gibt, findet sich auf YouTube recht wenig über den Abbau. Dabei erlebe ich es immer wieder, dass Leute etwas leichtfertig mit dem Entspannen der Line umgehen und teilweise erschrecken, wenn die Ratsche mit einem Ruck aufgeht.

Ich möchte Euch heute einen kleinen Tipp vorstellen, wie man eine Slackline mit Ratschen-Spannsystem gefahrenlos(er) entspannen kann.

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Checkliste für die Outdoor- und Bergfotografie

Geschrieben am 22. Juli 2010 von Sebastian | Bislang 3 Kommentare

Titelbild der Foto Praxis 4/10

Titelbild der Foto Praxis 4/10

In der aktuellen Ausgabe (4/2010) der Foto Praxis findet sich auf den Seiten 40 und 41 ein Bericht, der viele meiner Ansichten zur Outdoor- und Bergfotografie wiedergibt. Der Artikel gefällt mir recht gut, auch wenn die Überschrift die Bergfotografie stärker als Thema vermuten lässt als es das war.

Eine Einschränkung möchte ich jedoch ausdrücklich machen: die Checklist zur Berg- und Outdoor-Fotografie habe ich nicht zusammengestellt. Mehr noch: ich kann dieser nicht 100%ig zustimmen und würde diese anders gestalten.

Anmerkungen zur Checkliste für die Bergfotografie

Die Checkliste

Die Checkliste

Mit Verlaub, aber der von der „Foto Praxis“ abgedruckten Checkliste Bergfotografie sieht man an, dass sie wahlweise ohne großem Sachverstand oder ohne Zeit zusammengeschustert wurde. Dass dort ernsthaft der Punkt „Kamera“ mit aufgenommen wurde, zeigt dies bereits sehr eindrucksvoll. Dem könnte ich jedoch auch noch uneingeschränkt zustimmen, ebenso wie den folgenden Punkten:

  • Kamera: ja richtig, ohne geht halt einfach mal nix
  • Ersatz-Akkus: ja, das ist lohnend…auf die Idee neben der Beleuchtung des Gipfelkreuzes auch eine Steckdose zu installieren ist bislang keiner gekommen.
  • Ersatz-Speicherkarte: wenn man das Ersatz i.S.v. zusätzliche versteht ja – man kann nie genug dabei haben

Kritikpunkte zur veröffentlichten Checkliste Bergfotografie

Es gibt dann jedoch noch eine Reihe von Punkten, die ich so nicht stehen lassen würde. Den Eintrag „Sonnenöl“ sehe ich einfach als bewussten Hinweis, dass die Liste nicht so ganz ernst gemeint ist und übergehe es darüber hinaus einfach. Auch den Eintrag Stativ lasse ich weitgehend unkommentiert. Dass dieses mehrheitlich wünschenswert ist, man mit der Auswahl jedoch oftmals eine große Herausforderung hat, ist selbsterklärend und wird im Test des Feisol Carbon-Reisestativ ebenfalls deutlich.

Die übrigen Punkte des Liste möchte ich dann doch kommentieren:

verschiedene lichtstarke Objektive (ideale Brennweite 85-135mm)

Mit Objektiven und dem Buzzword „lichtstark“ macht man in der Fotografie ja meist nichts falsch. Auch hier stimmt es natürlich…die sollten mit. Wieviele es sein müssen? Schwere Frage! Man wird sich immer einen Kompromiss erarbeiten müssen, der noch tragbar ist.

Tokina 11-16mm: willkommenes Weitwinkel

Tokina 11-16mm: willkommenes Weitwinkel

Anders sehe ich es bei der angegebenen Brennweiten. Zum einen wird ein Outdoorfotograf 85-135mm tendenziell in ein einzige Objektiv packen wollen. Zum anderen sind Brennweiten abseits des angegebenen Bereichs oftmals sinnig, notwendig oder gewünscht.

Ich habe seit ich es besitze immer ein Weitwinkel-Objektiv mit im Gepäck. Wer schon einmal gesehen hat, wie tief das Kletterbild wirkt, wenn man mit kurzen 11mm (bei mir jeweils mit Crop 1,5) abdrückt, der will es nicht mehr missen. Manchmal braucht man auch einfach die kurze Brennweite um alles drauf zu bekommen, was man haben möchte. Im umgekehrten Fall kenne ich einige Fotografen, die gerne mit langer Brennweite die Gipfel von Ihnen „zusammenschieben“ oder die 300mm voll ausnuzten um interessante Perspektiven oder Detailaufnahmen zu ermöglichen.

weiße Faltreflektoren

Ich mag diese Dinger – man baut sie auf, gibt sie einem Assistenten in die Hand und kann tolle Sachen damit realisieren! Nur auf eine Idee würde ich nie kommen: diese ins Backcountry oder die Berge mitzunehmen. Die Gründe hierfür sind:

  1. kleiner Sunbounce Reflektor

    kleiner Sunbounce Reflektor

    Das Packmaß eines Faltreflektors ist beachtlich – deren Gewicht nicht zu unterschätzen. Zwar hätte ich immer gerne einen Sunbounce im Gepäck – aber das ist i.d.R. nicht machbar.

  2. Reflektoren bringen bei Portraitaufnahmen viel und sind bei Makros manchmal ganz hilfreich. In der Landschaftsfotografie helfen sie wenig weiter. Die Mehrheit der Outdoor-Fotografen in meinem Verständnis sind jedoch häufig mit Landschaften konfrontiert.
  3. Outdoor-Fotografie und Bergfotografie sollen authentisch sein. Die Bilder leben wahlweise von toller Natur oder dem Augenblick. Sie werden nicht gestellt, sondern entstehen i.d.R. dann, wenn Menschen draußen aktiv sind. Versteht man Outdoor-Fotografie also analog der Reportage-Fotografie, sind Reflektoren fehl am Platz.
  4. Das Handling der Faltreflektoren lässt sich oft nur schwer mit Outdoor-Aktivitäten und Bergsport verbinden. Mir geht einfach nicht das Bild aus dem Kopf, wie neben einem Kletterer und Fotograf auch noch einige Assistenten mit großen Reflektoren in einer Wand hängen…das wäre sicher ein peinliches Chaos!

Requisitenkoffer

Evtl. ein Requisitenkoffer mit Rollen für den leichten Transport?

Evtl. ein Requisitenkoffer mit Rollen für den leichten Transport?

Ich erinnere: die Bergfotografie soll authentisch sein und nicht gestellte Bilder produzieren. Damit sind alle benötigten Requisiten ohnehin im Rucksack. Der Kocher wird eh vor dem Zelt ausgepackt, der Karabiner hängt ohnehin am Gurt und die Finger stecken auch ohne Show im Chalk. Alles was auf den Bilder zu sehen sein sollte, sollte auch in der Realität eine Funktion haben…

Zudem muss alles getragen werden – entlang Wegen, die oft schon ohne Fotoausrüstung beschwerlich sind. Da trägt gerne noch einen kantigen Requisitenkoffer mit sich umher. Wanderstöcke werden ohnehin überschätzt. Und fortgeschrittene Kletterer nehmen den besagten Koffer auch gerne mit in die Wand – neben dem Beautycase, der Abends im Hängezelt benötigt wird.

Mobile Festplatte

NEXTO eXtreme ND2700 Foto Tank 160GB

NEXTO eXtreme ND2700 Foto Tank 160GB

Ich stimme zu: ein mobiler Image Tank kann Sinn machen. So kann man die Speicherkapazität stark ausweiten oder die Daten redundant sichern. Wenn dann aber bitte einer, der auf Flashspeicher basiert, da Festplatten für den Outdoor-Einsatz zu empfindlich sind. Und man sollte genau hingucken: ist es nicht leichter, einen großen Satz Speicherkarten zu beschaffen? Hochwertige Karten wie die der SanDisk Extreme und Ultra Reihen haben mich bislang nie verlassen.

Versuch einer Annäherung an die gedrucke Checkliste

Wie unschwer zu erkennen ist, belächel ich die abgedruckte Checkliste und hoffe inständig, dass keiner der Leser auf die Idee kommt diese mit mir in Verbindung zu bringen. Auch die direkt daneben gedruckten Tipps zur „Planung der Aufnahme“ entsprechen nur bedingt meinem Verständnis der Berg- und Outdoor-Fotografie.

Vielleicht war aber auch nur jemand mit der Liste beauftragt, der meine Ansichten nicht teilt (auch wenn diese im usprünglichen Interview ausgiebig vorgestellt wurden). Mancherorts wird Outdoorfotgrafie für alles gleichgesetzt was nicht in befestigten Gebäuden stattfindet. Das beinhaltet dann eben auch ein Shooting im Park nebenan – wofür ein Requisitenkoffer Sinn machen kann. Im den Kontext der Bergfotografie ist die Liste jedoch nur schwerlich zu bringen.

Neuigkeiten zur Outdoor-Fotografie

Geschrieben am 12. April 2010 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Photo: Havlena (pixelio.de)

Photo: Havlena (pixelio.de)

Ich bin auf der Suche nach meinem Blog-Zeitbudget. Neben neuen Herausforderungen im Job nehmen auch das Klettern und Slacklinen sowie neuerdings das Bogenschießen, Fotoaufträge auf Hochzeiten von befreundeten Paaren, zugesagte hochinteressante Seminare und halt irgendwie das Leben an sich Zeit in Anspruch.

Ich will nicht jammern – habe nur in letzter Zeit etwas weniger gebloggt, weil ich das ganze nicht in Stress ausarten lassen wollte. Heute Abend nehme ich mir einige Minuten um ein paar News für Euch zusammenzustellen. Diese sind für sich genommen nicht ausschließlich für Outdoorfotografen oder Bergliebhaber interessant – aber für diese in ihre Kombination sicher von Interesse.

Lost Arrow Slacklines getestet

Slackline Test

Slackline Test

Gemeinsam mit einigen anderen Bergfreunden hatte ich die Gelegenheit Slacklines von Lost Arrow zu testen. Sowohl die Slackback als auch die Slackbase Sets haben wir aufgebaut, sind drauf rummarschiert und uns ein kleines Urteil gebildet. Einen ausführlichen Bericht sowie einige Bilder habe ich im Basislager der Bergfreunde veröffentlich. Toll, dass die Teile momentan dicke reduziert sind – jeweils um 40% und damit nochmal eine ganze Ecke erschwinglicher!

Steigende Zahl von Fake-Shops im Foto-Bereich

Heise meldet, dass immer mehr Shops versuchen Fotofreunde hinters Licht zu führen. Auf professionel aufgemachten Seiten werden dabei Mega-Schnäppchen angeboten. Eine DSLR-Kamera für unter 100€ ist aber für einen normaldenkenden durchaus eine wirklich anzuzweifelnde Sache. Also besser sehen, dass man sich nicht hinters Licht führen lässt (Impressum checken) oder beim verlässlichen Partner einkaufen. Gute Erfahrungen habe ich u.a. mit EnjoyYourCamera.

Adobe stellt Creative Suite CS 5 vor

Der Hersteller der BildbearbeitungsstandardweilewiggutwennauchteuernämlichPhotoshop-Software hat wie angekündigt die Version CS 5 der Creative Suite vorgestellt. Viel Geld kostet die Software nach wie vor. Aber ebenfalls nach wie vor, bekommt man einfach auch viel Leistung für sein Geld. Für Begeisterung haben einige Retusche-Tools gesorgt, die große Flächen vollautomatisch mit Bildinhalten füllen: klick klick, da wo ein Baum war, ist jetzt Himmel.

Nachdem mein Firefox mich gerade versucht von meinem Bloggerglück abzuhalten, werde ich jetzt erst einmal diesen Beitrag für Euch posten. Ich hoffe einige nette Infos gegeben zu haben. Weniger nett ist, dass sich am Wochenende ein Unfall in einer Münchner Kletterhalle ereignet hat. Ich wünsche den beiden eine schnelle Genesung!

Kletterset: Ocun Twist-Set

Geschrieben am 5. April 2010 von Sebastian | Bislang 2 Kommentare

Ocun Twist-Set

Ocun Twist-Set

Mein ehemaliger Mitstudent Christian (heute stolzer Inhaber von Sprachrohr) ist nun auch dem Kletterfieber verfallen. Auf der Suche nach einer soliden Grundausstattung für seine ersten Gehversuche mit eigenem Equipment ist er auf das Ocun Twist-Set gestoßen.  Mit unter 85€ ist es preislich natürlich sehr interessant und so wollte er wissen, was ich davon halte. Ein Review zum Set möchte ich hier für Christian, aber eben auch der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Vollständigkeit des Kletterset „Ocun Twist-Set“

Ein Kletterset wie das Twist-Set soll einem Einsteiger die Möglichkeit geben schnell und günstig das wichtigste für die ersten Schritte am Fels oder in der Halle zu bekommen.Traditionell sind keine Kletterschuhe enthalten, da diese sehr individuell ausgesucht werden müssen.

Das Ocun Twist-Set besteht auf den folgenden Komponenten:

Ocun Ceptor Hüftgurt als zentrales Element

Das wichtigste Element eines solchen Klettersets ist immer der enthaltene Klettergurt. Das hat im wesentlichen zwei Gründe:

  1. auch beim Twist-Set wird der größte Teil des Preises für den Gurt fällig…immerhin rund 46,-€ der 85,-€ wären fällig.
  2. der Gurt bleibt lange Zeit zentrales Bestandteil der eigenen Ausrüstung
Ocun Zeptor Klettergurt

Ocun Zeptor Klettergurt

Den Ocun Ceptor kenne ich seit einigen Jahren – auch weil Oliver von der chaoSpektive diesen als absoluten Preis-Leistungs-Hammer für seinen Gruppenangebote angeschafft hat. In meinen Augen handelt es sich um einen soliden Klettergurt, der vor allem sehr leicht ist – nicht einmal 500Gramm werden fällig. Gepaart mit seinen eher schmalen Schlaufen und der dezenten Polsterung stört er den Träger nicht, wenn dieser klettert oder beispielsweise im Klettersteig unterwegs ist. Der Kehrseite der Medallie ist natürlich, dass er damit weniger komfortabel für lange Hängepartien ist. Für das sportklettertypische „auschecken“ von Routen ist er damit nur bedingt geeignet…sicher ist er aber natürlich dennoch.

Die übrigen Ausstattungsmerkmale des Ocun Ceptor im Überblick:

  • eine einzelne Schnalle zum zurückfädeln ist nicht mehr meine erste Wahl, seit ich die Handling-Vorteile von zwei Schnallen kenne – das ist aber persönliche Geschmackssache und soll kein Ausschlusskriterium sein
  • Die Beinschlaufen lassen sich für meinen Geschmack nicht sehr fix verstellen – leichter Punktabzug gegenüber komfortablen Doubleback-Schnallen.
  • die farblich abgehobene Aufhängung der Anseilschlaufe (in gelb) ist ein verlässlicher Indikator für die Abnutzung dieser meist am stärksten beanspruchten Stelle – ein Pluspunkt
  • die vier Materialschlaufen sind sehr einfach gehalten – sie verrichten ihren Dienst, bieten ausreichend Platz…sind jedoch nicht ansymmetrisch geformt und eher mit zwei bis maximal drei von 5 Punkten zu beurteilen.
  • die deutliche Anbringung des Markenlogos (bei den neueren Gurten dick und fett auf der Beinschlaufe) ist absolut nicht sicherheitsrelevant – lediglich persönliche Geschmackssache
  • drei Größen, die jedoch jeweils rechts flexibel einzusetzen sind…hier mag ich kein Urteil treffen….

Denke ich kurz an Olivers Sammlung von Zeptors, dann fällt mir ein, dass diese zwar ordentlich beansprucht werden, bislang jedoch keine relevanten Verschleissspuren aufweisen. Lediglich vereinzelte Schnallen für die hinteren Gummizüge der Beinschlaufen sind wohl bereits gebrochen – diese können jedoch ersetzt werden, soweit man an das Ersatzteil heran kommt.

In Summe kann man also sagen: ein wirklicher Preis-Leistungs-Schlager, der sich nicht verstecken muss. Er ist solides Mittelfeld, bietet alle notwendigen Ausstattungsmerkmale aber halt auch wenig Luxus. Für Einsteiger und Gelegenheitsalpinisten sicher ein guter Kauf. Für Leute, die schneller höher hinaus wollen würde ich dann doch ein paar Euro mehr empfehlen und beispielsweise einen fantastischen Petzl Corax für gerade einmal 10€ mehr bestellen.

Ein Tube als Teil des Ocun Twist-Set

Immer üblicher wird es bei Klettersets für Einsteiger einen Tube mit zu liefern. Das ist natürlich kein dummer Gedanke, bieten doch die Tubes weniger Potenzial für Kletterseile im Telefonkabel-Look. Und so hat sich Ocun nicht lumpen lassen und einen Tube mit reingepackt. Genauer gesagt

Christian merkte gleich an, dass er doch viel lieber ein ATC oder Tube mit Rillen hätte. Gerade Anfänger neigen dazu die gesteigerte Bremsleistung dieser Vertreter zu überschätzen. Ich selbst verwende, quasi historisch gewachsen, seit Jahren einen einfach Tube ohne Rillen und möchte gar nicht mehr Bremsleistung. Abhängig vom Seildurchmesser und dem Gewicht des Kletterpartners bin ich ohnehin schon dabei Seil nachzuschieben, wenn die Leute abgelassen werden sollen.

Nun könnte man sich gleich noch überlegen ob man denn wirklich einen Tube braucht oder nicht. Die Sicherung per HMS ist genauso effektiv, billiger und sollte ohnehin von jedem beherrscht werden. Später möchte man dann vielleicht doch lieber einen ausgewachsenen Sicherungsautomaten wie das Petzl GriGri oder ein Click Up.

Mir wäre ein Abseilachter ehrlich gesagt weitaus lieber – den kann man für die Sicherung genauso verwenden und vor allem Anfänger seilen damit auch leichter ab. Aber weil er schon mal dabei ist, nimmt man den Tube halt mit…bevor wir uns schlagen lassen.

Chalkbag, Chalk und Karabiner

Abgerundet wird das Set durch drei weitere Teile:

  • Chalkbag incl. Gürtel – in meinen Augen ein low Interesst-Product, dass man sich später irgendwann aus Lust und Laune durch ein Teil ersetzt, dass einem in seiner Gesamterscheinung gefällt. Für Anfänger sollte es aber weitgehend egal sein, was für ein Teil es ist – es sei denn sie haben rießige Hände und kommen in eine normale Öffnung nicht gut hinein.
  • Der Chalk wird von Ocun mit Sicherheit irgendwoher zugekauft. Angesichts der geringen Preise dieses Verbrauchsgutes sollte man sich hier aber nicht Gedanken machen…für die ersten theatralischen Staubwolken reicht es allemal.
  • Der mitgelieferte Karabiner sollte ein HMS sein, dessen Verschluss gut läuft. Das ist am Anfang meist der Fall…und ein Karabiner bekommt in Kürze meist Geschwister.

Fazit zum Kletterset Ocun Twist-Set

Es ist günstig, doch der Preis lässt auch vermuten, dass man kein Highlight moderner Bergsportausrüstung bekommt. Der Gurt wurde bereits angesprochen und alles weitere ist mehr oder minder fix ersetzt. Ich persönlich würde mir immer die Mühe machen, mein Set selbst zusammenzustellen. Einen eigenen Artikel bereite ich gerade dazu vor.

Für Anfänger oder Gelegenheitskletterer steht jedoch nichts im Raum, dass mich veranlassen würde von einem Kauf deutlich abzuraten. Den für dieses Geld bekommt man eine solide Grundausstattung, die einen in den ersten Jahren auch viel Freude bereiten kann. Leidig leistungsorientierte Nachwuchssportler sollten sich überlegen einen etwas bequemeren Gurt zuzulegen (und diesen dann irgendwann um ein Federgewicht für die absolute Leistungsgrenze ergänzen) und damit auch das Set links liegen lassen sollten.

Kann man wirklich damit klettern?

Ja und nein, denn für eine wirkliche Grundausrüstung fehlen noch einige Teile. Das ist vor allem:

Und weil da schon einiges zusammenkommt, ist es gar nicht so einfach, das alle in den Händen zu tragen. Damit noch Platz bleibt die Brotzeit mit zu bringen empfehle ich einen soliden Rucksack!

Gibbon Jibline: dynamische Slackline

Geschrieben am 19. Januar 2010 von Sebastian | Bislang ein Kommentar

Gibbon Jibline

Gibbon Jibline

Kürzlich habe ich mir die Gibbon Jibline angeschafft. Bei den Bergfreunden gibt es diese sehr dynamische Slackline aktuell für knapp 70€. Schon länger wollte ich meine bisherige Slackline durch eine andere ersetzen bzw. ergänzen. Ziel war es mit mehr Dehnung auch Sprünge und andere Tricks vollführen zu können (also zumindest das zu versuchen). Meine bisherige war dafür nicht geeignet. Zudem wollte ich eine etwas breitere Slack, da diese schnellere Erfolge verspricht und auch Anfänger in meinem Bekanntenkreis dienlicher ist.

Während ich jetzt auf einen Abend warte, der nicht zu kalt und stürmisch ist, möchte ich die ersten Eindrücke vorstellen.

Zunächst einmal die Hard-Facts zur Gibbon Jibline:

  • Slackline mit 15 Meter Länge
  • 50mm Bandbreite
  • sehr dynamisches Flexband
  • Belastbarkeit des Bandes: 3 Tonnen
  • Belastbarkeit der Ratschen: 5 Tonnen
  • Belastbarkeit der Nähte: 5 Tonnen
  • Ratsche mit 2 Meter Slackbank incl. vernähter Öse
  • im Lieferumfang zudem: Kurzbeschreibung, Handzettel für den Aufbau und ein Transportbeutel

Alles in allem also genau das, was ich gesucht habe. Dazu mit Gibbon von einem soliden Hersteller für Slacklines.

Für besonder wichtig hielt ich die doch recht deutliche Differenz zwischen der Belastbarkeit vom Flexband zu den Metallteilen bzw. der Nähte. Damit ist gewährleistet, dass im Extremfall erst das Band reisen sollte. Das kann zwar ebenfalls schmerzhaft sein, jedoch noch tausend mal besser als sich vor einer gerissenen Ratsche zu ducken, die vom gespannten Band zum Todesgeschoss wird.

Weitere Eindrücke zur Gibbon Jibline

  • Der Aufdruck sieht vor allem einmal gut aus. Da wo er ist, wirkt er auch recht gut gegen das Verrutschen auf der Slackline. Doch die Jibline ist nicht durchgängig bedruckt – sollte aber dennoch ganz gut zu treten sein.
  • Ein Aufbau ist mit Gibbon immer einfach: Ratsche mit 2m Flexband um den einen Baum. Slackline um den anderen. Slackline in die Ratsche. Anziehen. Dann spannen mit der großen Ratsche mit anständigem Hebel. Beide Enden sind dafür mit einer solide vernähten Schlaufe versehen.
  • Die Ratsche hat eine anständige Größe…kein Zwergenkampf mehr wie bei meiner alten Slackline üblich. Hier bekommt man ordentlich was in die Hand, das durchaus kraftvolles Spannen erlauben sollte. Und das ganze hält dann auch noch vernünftige 5 Tonnen aus.
  • Ungeschlagen ist die Gibbon Jibline in meinen Augen in Syle und Design. Dem schwarze Band mit seinen hellen Aufdrucken im kantigen Graffiti-Syle macht so schnell keiner was vor.

In den nächsten Tagen und Wochen will ich also nach einem geeigneten Slackspot Ausschau halten. Mit etwas Glück eigenen sich die Bäume um die Ecke, die man auch des Nachts noch finden kann ohne Hase und Wildschwein Gute Nacht sagen zu müssen. Ich werde berichten, wie es mir erging.

Weitere Informationen zur Gibbon Jibline:

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