Artikel zum Themenbereich

Grundwissen

Kostenloses Handbuch zum Farbmanagement (free download)

Geschrieben am 20. Oktober 2013 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Handbuch Farbmanagement

Handbuch Farbmanagement

Eine möglichst hohe Farbtreue von Aufnahme, Darstellung auf dem Monitor sowie dem Ausdruck ist eine wichtige Voraussetzung für die zufriedenstellende Bildbearbeitung und mehr. Das dafür notwendige Farbmanagement ist für manche eine ebenso hohe Kunst wie die Fotografie an sich.

Der bekannte Hersteller hochwertiger Monitore „EIZO“ möchte weiterhelfen und hat dazu ein Handbuch herausgegeben. Das eBook gibt es im iTunes Store sowie als einfache PDF zum Download. Auch für Fotografen wurde ein eigenes Kapitel gewidmet. Für alle, die sich in das Thema einarbeiten oder ihr Wissen vertiefen wollen, ist das eBook ein Blick wert.

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29 Tipps um kreativ bleiben [Video]

Geschrieben am 9. August 2013 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Kreativ bleiben!

Kreativ bleiben!

Wer fotografiert und dabei nicht nur ablichten möchte, was ihm von alleine vor die Linse läuft (ergo: Reportagestil), der muss eben auch mal kreativ sein. Das weiß auch Alice Lo – der kreative Kopf hinter FO-FU Design, der selbst gerne zur Kamera greift. Und weil sie mit der Kreativität ihr Geld verdient, hat sich sich Gedanken gemacht, wie man kreativ bleiben kann.

Das beste daran: sie hat ein Video erstellt indem sie 29 Wege zeigt mit denen man immer kreativ bleibt. Das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten….

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Einsteiger DSLR-Ausrüstung bis 1000€

Geschrieben am 6. Oktober 2010 von Sebastian | Bislang ein Kommentar

Oliver von OS Tours hat mich jüngst kontaktiert und um eine Kaufempfehlung gebeten. Er möchte ein digitale Spiegelreflexkamera für bis zu 1000,-€ anschaffen – die Objektive sollen bereits enthalten sein sollten.

Ich möchte das zum Anlass nehmen einen entsprechenden Artikel zu veröffentlichen. Leider kenne ich mich nur im Nikon Sektor soweit aus, dass ich eine Empfehlung geben kann und werde aus diesem Grund aus diesem Bereich wählen. Da Oliver aber mit der Kamera vermutlich ähnlich wenig zimperlich umgehen wird wie ich es tue (es ) sind die tendenziell robusteren Kamera-Bodys von Nikon viel wert!

Anforderungen an die digitale Spiegelreflex (Body)

Ich gehe bei der Auswahl der Kamera einmal von den folgenden Anforderungen an die Kamera aus:

  • „Sie soll für Anfänger geeignet sein“ sagt Oliver. Ich sage: ist fast jede, wenn der Anfänger bereit ist zu lernen. Dennoch heißt das für mich: ein vernüftiges Automatikprogramm sollte integriert sein – auch wenn hoffentlich bald übersehen wird.
  • Robust und für den Outdoor-Einsatz zu gebrauchen, denn Oliver ist einfach mal einer der Erlebnispädagogen, der durch Höhlen robbt und ähnliches. Das künftige Bildgerät muss also auch für eine Bergtour robust genug sein.
  • Bis 1000 Euro incl. erstem Objektiv oder Objektiv-Satz.

An die Kamera stelle ich persönlich noch die folgenden Ansprüche:

  • Damit man später auch mal manuell fotografieren kann, ist es kein Luxus ein zweites Einstellrad zu haben. Wer das nicht als Ziel hat, sollte sich ohnehin überlegen ober er eine DSLR braucht.
  • Ein im Body integrierter Autofokusmotor ist für mich von großer Bedeutung, da man nur so den Autofokus verwenden kann wenn günstige Objektive ohne eigenem Motor montiert sind. Und auf die 50mm Nikkore sollte in meinen Augen kein Fotograf verzichten müssen.

Weniger wichtig erachte ich die folgenden Punkte:

  • Anzahl der Megapixel – es geht ja um die normalen Bilder die nur im Ausnahmefall mal über DIN A 3 gehen
  • Anzahl der Programmautomatiken – später macht man das manuell ohnehin besser
  • Video-Funktion – da es für Oliver nicht von so großer Bedeutung ist

Anforderungen an die Objektive

Bei Objektiven geht es im Wesentlichen immer um vier Parameter, die es zu beachten gibt:

  • Welcher Brennweitenbereich soll vorhanden sein? Will man ein Tele um fernes nah heran zu holen, ein Weitwinkel um viel drauf zu bekommen und die Felswand schwindelig hoch erscheinen zu lassen oder einfach eine Portraitlinse?
  • Die Abbildungsleistung die Parameter wie Lichtstärke, Blendenbereich, Vignettierung und so weiter einschließt.
  • Evtl. gewünschte Zusatzausstattung wie z.B. ein opischer Bildstabilisator, manueller Fokusring der ohne abschalten der AF nutzbar ist,…
  • das Handling des Objektives, das auch die Einsetzbarkeit von Filtern einschließt

Der Brennweitenbereich wird von Oliver wie folgt beschrieben: es sind Standardmotive, ein paar gute Urlaubsbilder der Neffen, Bilder von Bergen und Wanderwegen, Menschen beim Wandern machen aber auch Motive aus der Stadt. Er tendiert eher zum Weitwinkel als zum Teleobjektiv. Wir werden sehen, was wir daraus machen können.

Meine Empfehlung: Nikon D90

Nikon D90 Body

Nikon D90 Body

Ich würde in diesem Fall eine Nikon D90 empfehlen. Eine Günde die dafür ausschlaggebend (alle würden Rahmen sprengen) sind für mich offensichtlich, denn die D90…

  • …bietet rein von den technischen Werte (Megapixel,…) und angebotenen Motivprogrammen mehr als ausreichendes Potenzial.
  • …hat dank einer gekonnten Mischung aus Magnesium und Alulegierungen ist der Body robuster als der kleinerer Modelle.
  • …der Body hat eine Größe, die man auch mit einem gehobenen Objektiv noch gut halten kann. Kleine Bodys sind oftmals ein Grund für Verwacklungen.
  • …gutes Rauschverhalten auch bei mäßigen Lichtbedingungen.
  • verfügt über das Active D-Lighting, was die Detailzeichnung in den Tiefen (dunklen Partien) und Lichtern (hellen Partien) verbessert.
  • …effiziente AF-Steuerung mit eigenem Motor im Body.

Ich empfinde die D90 momentan als die ausgewogenste und interessanteste Kamera für ambitioniert DSLR-User, die sich kein Pro-Modell kaufen möchten. Kauft man den Body alleine, ist dieser beispielsweise bei Amazon für deutlich unter 700€. Zwar hat diese schon einige Tage auf dem Buckel – die Beliebtheit dieser Kamera ist jedoch nicht grundlos.

Vielleicht fragt man sich nun, warum nicht…

  • …die Nikon D40: kein eigener AF-Motor, zu kleiner Body, Funktionen nicht überzeugend, eigentlich eh schon Geschichte.
  • …die Nikon D40x: das selbe in rosa, nur mit noch mehr Megapixel, die keiner braucht.
  • …die Nikon D60: nun, weiterhin kein AF-Motor, klein und eher eine „ich will ne DSLR, nur ein Objektiv und ne tolle Automatik“-Kamera.
  • …die Nikon D3000, D3100 oder D5000: der Body noch nicht so robust und ohne zweite Einstellrad,…

Einzige Alternative wäre noch die D7000, da ist jedoch bereits der Preis des Body alleine sprengt die 1000,- € Marke. Technisch ist diese zwar ein ordentlicher Sprung nach vorne – aber die gesparten 500€ würde ich lieber in Objektive investieren.

Die Objektivfrage ist die schwerere

Die Wahl der Kamera war für mich relativ eindeutig. Die Frage ist jetzt welches Objetiv dazu genommen werden soll.

Das einzige Kit, dass preislich in den Rahmen passt wäre die Nikon D90 mit dem 18-105mm 1:3,5-5,6G VR Objektiv für aktuell gut 900€. Das Objektiv alleine gibt es momentan für etwas mehr als 220€ – man spart sich also nicht wirklich etwas, wenn man das Kit-Set kauft.

Nikon 18-105mm 3.5-5.6

Nikon 18-105mm 3.5-5.6

Das Kit-Objektiv ist zwar schon besser als frühere Objektive, stellt aber in meinen Augen wohl die schwächste Komponente am System ist. Die minimale Blendenöffnung von 3,5-5,6 ist nicht berauschend, wenn es um Portraits geht oder man mit der Tiefen(un)schärfe spielen möchte. In Summe ist das Objektiv für einen Anfänger sicher ausreichend – jedoch nicht die Linse, die man nach zwei Jahren noch immer gerne trägt.

Tamron 28-75mm 2.8

Tamron 28-75mm 2.8

Als ein Objektiv mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis hat sich das Tamron AF 28-75mm 2,8 XR DI LD ASL SP Macro digitales Objektiv herausgestellt. Durchgehend 2.8 ist durchaus respektabel und ich habe schon viele schöne Bilder damit gemacht. Selbst mein Nikon DX 18-200mm VR I ist seit dem die meiste Zeit arbeitslos. Für etwa 400€ kann man hier eine Kaufempfehlung aussprechen. Einziger Hasenfuss: die Brennweite ist beschränkt und der Weitwinkelbereich ist nicht sonderlich ausgewachsen. Preislich ist man dann nicht mehr so ganz im Rahmen…aber vielleicht ist einem die gesteigerte Lichtstärke das wert. Mir wäre es – auch wenn man hier keinen Bildstabiliator im Objektiv hat.

Nikon 50mm 1.8 Objektiv

Nikon 50mm 1.8 Objektiv

Variante zwei: man nimmt das zuerst genannte Kit-Objektiv. Und um ein Objektiv mit richtig Lichtstärke zu haben, holt man sich das legendäre Nikon AF Nikkor 50mm 1:1,8D Objektiv. Dank jahrzehntelanger Produktion dieser Linse bekommt man dieses Traumteil für rund 125€ – manchmal ein paar Euros weniger. Die Bilder die damit gemacht werden können suchen einfach ihres gleichen – bei diesem Preis. Einige Beispiele einer spontanen 50mm Session gibt es auf meiner Facebook-Page. Vorteil dieser Variante: man hat den größeren Brennweitenbereich, ein Immerdrauf-Objektiv für die Tour das bis 18mm runter geht und dazu die absolute Künsterler-Linse wenn man zaubern möchte. Und man hat seine ersten zwei Objektive – womit eine DSLR Sinn macht!

Weitere Nikon-Objektive, die ich jedoch persönlich nicht kenne wären:

Darüber hinaus gibt es natürlich noch einige Objektive von Drittherstellern, vor allem Sigma und Tamron, wenig von Tokina. Hier ist mir aber keine Aussage zur Qualität möglich, da ich diese nicht kenne. Im Internet sollten sich jedoch einige Infos dazu finden, falls man sich dafür interessiert.

Fotografie: neues Buch von Bernd Ritschel

Geschrieben am 30. August 2010 von Sebastian | Bislang ein Kommentar

Fotografie von und mit Bernd Ritschel

Fotografie von und mit Bernd Ritschel

Bergfotograf Bernd Ritschel arbeitet momentan an einem neuen Buch, das im Bergverlag Rother erscheinen soll. Es handelt sich um die erste Auflage des Titels „Fotografie: Landschaft, Outdoor, Action“ . Das broschierte Buch soll im November 2010 erscheinen und kann bereits bei Amazon vorbestellt werden.

Amazon sagt zu dem Buch folgendes:

Die völlig überarbeitete und deutlich erweiterte vierte Auflage des Lehrbuch-Klassikers „Fotografie“ vermittelt dem Hobby-Fotografen äußerst anschaulich und gut nachvollziehbar das gesamte Grundwissen der Digitalfotografie. Darüber hinaus wird die spezielle Problematik des Fotografierens unter Extrembedingungen, also bei Kälte, in großer Höhe, bei Hitze, im Gebirge, auf Reisen, bei Nacht usw. ausführlich besprochen und mit vielen praktischen Tipps und aussagekräftigen Fotos verdeutlicht. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen Fotogrundlagen, Ausrüstung, Digitaltechnik, Tipps und Tricks, klassische Bergfotografie inkl. Tages- und Jahreszeiten, Makrofotografie, Actionfotografie, Reisen und Porträts.
Mehr denn je ein Ratgeber, der über den Standard herkömmlicher Fotolehrbücher hinausgeht und das Wissen aus langjähriger Erfahrung weitergibt.

Die Bücher von Bernd Ritschel haben in der Vergangenheit bereits viel Zuspruch gefunden – dieses könnte sein Meisterstück werden. Ich werde versuchen das Buch so bald wie möglich zu lesen und eine Rezession hier zu veröffentlichen.

Bernd Ritschel arbeitete bereits am Buch „Bergfotografie“ mit, dass ich bereits als eines meiner liebsten vorstellte.

Kompakte Outdoor-Kamera: Gedanken zum Kauf (Teil 1)

Geschrieben am 6. Juli 2010 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Aktuell überlege ich mir als Ergänzung zu meiner digitalen Spiegelreflex Ausrüstung noch eine kleine kompakte Digicam zu beschaffen.

Gründe für eine ergänzende (Outdoor) Kompaktkamera

Die Überlegungen, warum eine solche ergänzende Anschaffung Sinn macht, möchte ich kurz wiedergeben:

  • nicht immer möchte oder kann ich auch Gewichtsgründen die DSLR-Ausrüstung mitführen
  • eine Kompakte kann als Ersatzkamera mitgeführt werden – um zumindest irgendwas in der Hinterhand zu haben
  • eine Outdoor-Kompaktkamera ist in der Regel leicht zu bedienen – bin hin zur Einhandbedienung
  • aktuelle digitale Kompaktkameras haben die Möglichkeit Videos aufzunehmen
  • die Zugriffszeiten (Zeit zwischen „Oh das wäre ein Motiv“ und „Klick“) sind teilweise geringer, da die DSLR im Rucksack transportiert werden muss, die Kompakte aber in der Jacktentasche oder ähnliches
  • zudem kann man mit einer kompakten Kamera auch unauffälliger und unbemerkter fotografieren, was mitunter Vorteile bringt

Diese Punkte zeigen, dass es in manchen Situationen von Vorteil sein kann, eben auch eine digitale Kompaktkamera zu besitzen. Darüber hinaus kann natürlich jeder für sich genommen einige weitere Punkte finden, die ihm eine solche Anschaffung sinnvoll erscheinen lassen.

Meine Anwendungsbereiche einer Digicam – muss es Outdoor sein?

Es gibt zwei Möglichkeiten eine Digiknipse zu besorgen: Variante 1 beinhaltet einen ahnungslosen Besuch in einem Unterhaltungselektronik-(Fach)markt bei dem man von einem (eventuell ähnlich ahnungslosen) Mitarbeiter zwei oder drei Kameras vorgeschlagen bekommt und sich dann auf Grund einiger auf dem Karton aufgedruckter Fachwörter und Werte für das Modell mit dem mittleren Preis entscheidet. Irgendwie nicht immer so ganz erfolgsversprechend – und wenn dann nur zufällig.

Variante Nummer 2 geht anders vor: man überlegt sich, was man denn unternehmen möchte und für was man die Kamera dann braucht. Darauf aufbauend kann man dann einige Anforderungen an die Kamera erkennen und sich auf die Suche nach der optimalen Kamera oder mindestens einem soliden Kompromiss. Ich habe den Anspruch eben diesen Weg zu gehen.

Da ich bereits über eine passable DSLR-Ausrüstung verfüge (Nikon D200 + Objektive), stellt sich für mich die Frage, wann ich diese nicht am Mann habe und evtl. auch noch warum. Weiterhin habe ich mir die Frage zu stellen, ob in diesen Situationen eine der aktuell anzutreffenden Outdoorkameras notwendig ist. Hier das Ergebnis meiner kleinen Analyse:

  • bei einer kleiner Tour durch Tübingen oder sonst etwas unterwegs, wenn ich eigentlich nicht fotografien gehe aber dann doch einmal einen Moment einfrieren oder eine Impression festhalten möchte
    Analyse Outdoor: praktisch ist eine robuste Kompaktkamera schon, da diese auch einmal ohne Schutz in der Jackentasche herumfliegen kann. Outdoor erfüllt das – einige andere jedoch auch weitgehend.
  • auf einer Bergtour, wenn neben der ganzen Outdoor- und Kletterausrüstung einfach kein Platz oder keine Gewichtskapazitäten mehr vorhanden sind. Für Schnappschüsse ist es dabei gut, diese beispielsweise am Gurt tragen zu können – schnelle Zugriffszeiten werden so ermöglicht. Die exponierte Transportstelle erhöht aber die Gefahr starker Schläge
    Analyse Outdoor: die robuste Bauweise erlaubt einen einfachen Transport in einer kleinen Tasche an Rucksackträgern oder Klettergurt. Ein derber Ruck oder heftiger Schlag hält dabei vor allem eine Outdoorkamera aus – hier wird es für viele andere schon dünn.
  • Backup meines DSLR-Setups auf gemäßigten Outdoor-Fototouren
    Analyse Outdoor: Die Kamera kann hierbei solide verpackt im Rucksack liegen und muss nicht überdurchschnittlich robust sein. Ergo: keine Outdoor-Kamera nötig.
  • Eine kleine, die immer auf meinem Bürotisch bei den Bergfreunden liegen kann um im Bedarfsfall fix ein paar Aufnahmen machen zu können (z.B. für das Basislager).
    Analyse Outdoor: nur weil es ein Outdoor- und Kletterhändler ist, muss die Kamera hier nicht aus der Sparte Outdoor sein. Die größte Gefahr ist entweder herunter gefegt zu werden oder aber im Kaffee zu ersaufen…nun, evtl. ist im Büroalltag doch die Outdoorkamera geeigneter 😉
  • Einsatz auf einer privaten Feier oder Party, wenn ich nicht die wertvolle DSLR-Ausrüstung mitnehmen möchte.
    Analyse Outdoor:
    Diese Einsätze hat meine alte Kompakt-Knispe immer gut überlebt…allerdings wäre einem eine wirklich robuste Kamera dort oftmals lieber.
  • Es gibt Momente, in denen ist ein Spiegelreflex-Kamera ziemlich unpraktisch. Denn es ist quasi nicht möglich unbemerkt zu fotografieren…es fällt einfach auf, wenn das halbe Gesicht hinter einer breiten Linse verschwindet. Das führt dazu, dass die fotografierten sich verändern (weil sie sich beobachtet fühlen). Außerdem sieht man fix sehr professionell aus – was bei mir schon einmal dazu führte, dass ich in einem Laden mit dem Geschäftsführer sprechen musst – nachdem ich ein perspektivisch interessantes Fluchtwegschild ablichtete.
    Analyse Outdoor: Einzige Anforderung hierbei ist eine kleine Kamera, die einfach zu bedienen ist. Dafür braucht man sicher keine Outdoor-Kompaktkamera.

Diese Liste könnte man noch weiter ausbauen – Kommentare dazu sind herzlich willkommen. Ich möchte es aber dabei belassen. Das nächste Schritt wäre es nun zu überlegen welche Anforderungen die Anwendungsbereiche an die Kamera stellen und was ich dazu evtl. noch haben möchte. Doch dazu werde ich einen eigenen Beitrag verfassen.

Sechs Sünden für und mit einer Nikon

Geschrieben am 6. Juni 2010 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Nikon D5000 | Photo: Nikon.de

Was kann man ihr zumuten und was nicht? | Photo: Nikon.de

Auf dem Nikblog von Florian Weißenstein bin ich auf einen interessanten Artikel „6 Dinge, die Du niemals mit Deiner Nikon Kamera machen solltest“ gestoßen. Dort listet er nach eigenen Angaben…

Dinge die sollte man mit seiner Nikon Kamera einfach sein lassen – den sie könnten böse enden!

Zwar merkt er noch an, dass man nicht alles so ganz todernst nehmen sollte und müsse – ich möchte Euch diese jedoch nicht vorenthalten. Eine Kurzfassung incl. Selbstjustiz gibt es hier bei mir – die volle Pracht bekommt man bei Florian.

  1. Die Kamera sollte nie (lange) im Auto liegen bleiben, da dies nicht nur Langfinger anlockt. Vielmehr kann es auch der Kamera an sich schaden, die mit Temperatur-Schocks zu kämpfen haben. Sensoren, Akkus und Displays sind hierüber nicht erfreut.
    Selbstjustiz: Schuldig – in vollem Umfang. Denn ich fahre meine CAM oftmals wochenlang im Auto rum, weil sie dann eben immer da ist, wo ich auch bin.
  2. Ein ständiges Ein- und Ausschalten der Knipse sollte vermieden werden. Das schont den Akku und verbessert dessen Lebensdauer. Der Grund: es wird nicht jedes mal die komplette Elektronik der Kamera aktiviert. Die bessere Alternative: der automatische Schlafmodus von Nikon-Kameras, der sich nach einigen Minuten automatisch einstellt.
    Selbstjustiz: Schuldig – in mehr als dem vollen Umfang. Die D200 wie alle anderen Kameras sind so fix „hochgefahren“, dass man denkt man tut etwas gutes.
  3. Immer zwei Hände an der Kamera ist leicht erklärt: man lässt sie einfach nicht so einfach fallen. Mein ergänzender Tipp: Halsband ein-, zwei- oder dreimal um das Handgelenk und gut ist. Dafür ist dann aber nicht weniger verwackeln angesagt.
    Selbstjustiz: Alleine weil ich nicht verwackeln möchte, nehme ich i.d.R. mit zwei Händen auf. Sollte nur eine Hand an der Kamera sein, ist diese i.d.R. nochmals irgendwie gesichert. Ich beantrage Freispruch.
  4. Nicht nur eine Nikon sollte weit weg von Getränken und Flüssigkeiten aller Art stehen. Nun ja, das ist selbsterkärend.
    Selbstjustiz: Mein Gottvertrauen in die Menschen um mich herum verleitet mich immer wieder die Kamera auch mitten auf den Tisch zu packen. OK, das ist weniger sinnvoll…aber es ging immer gut.
  5. Farb- und Szenenmodi sind tabu – und ich stimme vollumfänglich zu. Wer seine Bilder schon in der Kamera in Sepia oder Graustufen wandelt ist selber schuld, dass der Photoshop halt noch immer besser. Gleiches gilt für die Verwendung von verschiedenen Szenenmodi wie „Sportbild“, „Portrait“ oder „Landschaft“. Wer nicht weiß was dahinter steht, sollte die Finger davon lassen und in relevanter Literatur blättern. In der Regel: Blenden- oder Zeitautomatik oder halt gleich vollumfänglich manuell.
    Selbstjustiz: Ich bin großer Freund der Blendenpriorität, welcher mein Standard ist. Gerne wechsle ist aber auch in die beiden anderen Modi der Macht. Ich fühle mich nicht schuldig.
  6. Blindes verlassen auf den automatischen Weißabgleich zählt laut Florian ebenfalls zu den Don’ts der Nikonwelt. Das kann ich ebenfalls unterstreichen – in manchen Situationen ist dieser überfordert. Es handelt sich also wieder um einen Verlass auf Technik und Automatik, der nicht zu begrüßen ist.
    Selbstjustiz: Nun, ich und der Weißabgleich…den vergesse ich ebenso gerne zu checken wie seinen Bruder, den ISO-Wert. Aber immerhin bemerke ich fix, wenn die Lichtverhältnisse besonders sind und einer individuellen Betreuung bedürfen.

Diese Liste könnte man natürlich weiter fortsetzen – insbesondere die letzten beiden Punkte, die auf die Aufnahmetechnik verweisen. Jeder, der etwas ergänzen möchte, ist herzlich eingeladen das auch unter dem Original-Blogpost zu tun.

Ich ergänze noch etwas, das sich auch in den Kommentaren bei Florian bereits abzeichnet: so einfach ist es dann doch nicht eine Nikon klein zu bekommen. Meine D200 war im Sandsturm, wurde mehrmals getauft und die vorherige D50 wurde wochenlang im Seilsack mit transportiert, der seiner Bestimmung folgend recht ruppig behandelt wurde. Alles funktioniert noch. Vor allem hochwertige Modelle – dazu zähle ich hier alles ab D und dann dreistellig – sind durchaus hart im nehmen.

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