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Objektive

Test und Neuigkeiten zu Objektiven für DSLR

Die Nikon 1 AW1 – die Outdoor-Systemkamera?

Geschrieben am 8. Oktober 2013 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Neu: Nikon 1 AW1

Neu: Nikon 1 AW1

Im Vorfeld der aktuell überall genannten Nikon D610 (die kleinste Vollformat-Kamera von Nikon) hat der Kamerahersteller auch noch die Nikon 1 AW1 präsentiert. Diese ist angeblich wasserdicht, stoßfest und frostbeständig. Damit könnte sie eine interessante Option für Outdoor-Fotografen sein, die einen gelungenen Kompromiss aus Packmaß und Qualität suchen.

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Videos über die Produktion von Objektiven

Geschrieben am 19. Februar 2013 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

1932 stellte Nikon das erste Kameraobjektiv vor. Seit dieser Zeit trage die Objektive den Namen „Nikkor“. Und weil Nikon jetzt seit 80 Jahren eben diese Objektive herstellt, möchte man sich wohl etwas hinter die Kulissen blicken lassen.

Im dazugehörigen Video wird die Objektiv-Produktion in schönen Bildern aufgezeigt. Außerdem habe ich für Euch einen alten Schinken aus dem virtuellen YouTube-Regal gezogen der ebenfalls die Herstellung von Linsen thematisiert – Herausgeber war seinerzeit Canon. In Summe sind die beiden Videos 10 lehrreiche Minuten für jeden Foto-Interessieren.

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Einsteiger DSLR-Ausrüstung bis 1000€

Geschrieben am 6. Oktober 2010 von Sebastian | Bislang ein Kommentar

Oliver von OS Tours hat mich jüngst kontaktiert und um eine Kaufempfehlung gebeten. Er möchte ein digitale Spiegelreflexkamera für bis zu 1000,-€ anschaffen – die Objektive sollen bereits enthalten sein sollten.

Ich möchte das zum Anlass nehmen einen entsprechenden Artikel zu veröffentlichen. Leider kenne ich mich nur im Nikon Sektor soweit aus, dass ich eine Empfehlung geben kann und werde aus diesem Grund aus diesem Bereich wählen. Da Oliver aber mit der Kamera vermutlich ähnlich wenig zimperlich umgehen wird wie ich es tue (es ) sind die tendenziell robusteren Kamera-Bodys von Nikon viel wert!

Anforderungen an die digitale Spiegelreflex (Body)

Ich gehe bei der Auswahl der Kamera einmal von den folgenden Anforderungen an die Kamera aus:

  • „Sie soll für Anfänger geeignet sein“ sagt Oliver. Ich sage: ist fast jede, wenn der Anfänger bereit ist zu lernen. Dennoch heißt das für mich: ein vernüftiges Automatikprogramm sollte integriert sein – auch wenn hoffentlich bald übersehen wird.
  • Robust und für den Outdoor-Einsatz zu gebrauchen, denn Oliver ist einfach mal einer der Erlebnispädagogen, der durch Höhlen robbt und ähnliches. Das künftige Bildgerät muss also auch für eine Bergtour robust genug sein.
  • Bis 1000 Euro incl. erstem Objektiv oder Objektiv-Satz.

An die Kamera stelle ich persönlich noch die folgenden Ansprüche:

  • Damit man später auch mal manuell fotografieren kann, ist es kein Luxus ein zweites Einstellrad zu haben. Wer das nicht als Ziel hat, sollte sich ohnehin überlegen ober er eine DSLR braucht.
  • Ein im Body integrierter Autofokusmotor ist für mich von großer Bedeutung, da man nur so den Autofokus verwenden kann wenn günstige Objektive ohne eigenem Motor montiert sind. Und auf die 50mm Nikkore sollte in meinen Augen kein Fotograf verzichten müssen.

Weniger wichtig erachte ich die folgenden Punkte:

  • Anzahl der Megapixel – es geht ja um die normalen Bilder die nur im Ausnahmefall mal über DIN A 3 gehen
  • Anzahl der Programmautomatiken – später macht man das manuell ohnehin besser
  • Video-Funktion – da es für Oliver nicht von so großer Bedeutung ist

Anforderungen an die Objektive

Bei Objektiven geht es im Wesentlichen immer um vier Parameter, die es zu beachten gibt:

  • Welcher Brennweitenbereich soll vorhanden sein? Will man ein Tele um fernes nah heran zu holen, ein Weitwinkel um viel drauf zu bekommen und die Felswand schwindelig hoch erscheinen zu lassen oder einfach eine Portraitlinse?
  • Die Abbildungsleistung die Parameter wie Lichtstärke, Blendenbereich, Vignettierung und so weiter einschließt.
  • Evtl. gewünschte Zusatzausstattung wie z.B. ein opischer Bildstabilisator, manueller Fokusring der ohne abschalten der AF nutzbar ist,…
  • das Handling des Objektives, das auch die Einsetzbarkeit von Filtern einschließt

Der Brennweitenbereich wird von Oliver wie folgt beschrieben: es sind Standardmotive, ein paar gute Urlaubsbilder der Neffen, Bilder von Bergen und Wanderwegen, Menschen beim Wandern machen aber auch Motive aus der Stadt. Er tendiert eher zum Weitwinkel als zum Teleobjektiv. Wir werden sehen, was wir daraus machen können.

Meine Empfehlung: Nikon D90

Nikon D90 Body

Nikon D90 Body

Ich würde in diesem Fall eine Nikon D90 empfehlen. Eine Günde die dafür ausschlaggebend (alle würden Rahmen sprengen) sind für mich offensichtlich, denn die D90…

  • …bietet rein von den technischen Werte (Megapixel,…) und angebotenen Motivprogrammen mehr als ausreichendes Potenzial.
  • …hat dank einer gekonnten Mischung aus Magnesium und Alulegierungen ist der Body robuster als der kleinerer Modelle.
  • …der Body hat eine Größe, die man auch mit einem gehobenen Objektiv noch gut halten kann. Kleine Bodys sind oftmals ein Grund für Verwacklungen.
  • …gutes Rauschverhalten auch bei mäßigen Lichtbedingungen.
  • verfügt über das Active D-Lighting, was die Detailzeichnung in den Tiefen (dunklen Partien) und Lichtern (hellen Partien) verbessert.
  • …effiziente AF-Steuerung mit eigenem Motor im Body.

Ich empfinde die D90 momentan als die ausgewogenste und interessanteste Kamera für ambitioniert DSLR-User, die sich kein Pro-Modell kaufen möchten. Kauft man den Body alleine, ist dieser beispielsweise bei Amazon für deutlich unter 700€. Zwar hat diese schon einige Tage auf dem Buckel – die Beliebtheit dieser Kamera ist jedoch nicht grundlos.

Vielleicht fragt man sich nun, warum nicht…

  • …die Nikon D40: kein eigener AF-Motor, zu kleiner Body, Funktionen nicht überzeugend, eigentlich eh schon Geschichte.
  • …die Nikon D40x: das selbe in rosa, nur mit noch mehr Megapixel, die keiner braucht.
  • …die Nikon D60: nun, weiterhin kein AF-Motor, klein und eher eine „ich will ne DSLR, nur ein Objektiv und ne tolle Automatik“-Kamera.
  • …die Nikon D3000, D3100 oder D5000: der Body noch nicht so robust und ohne zweite Einstellrad,…

Einzige Alternative wäre noch die D7000, da ist jedoch bereits der Preis des Body alleine sprengt die 1000,- € Marke. Technisch ist diese zwar ein ordentlicher Sprung nach vorne – aber die gesparten 500€ würde ich lieber in Objektive investieren.

Die Objektivfrage ist die schwerere

Die Wahl der Kamera war für mich relativ eindeutig. Die Frage ist jetzt welches Objetiv dazu genommen werden soll.

Das einzige Kit, dass preislich in den Rahmen passt wäre die Nikon D90 mit dem 18-105mm 1:3,5-5,6G VR Objektiv für aktuell gut 900€. Das Objektiv alleine gibt es momentan für etwas mehr als 220€ – man spart sich also nicht wirklich etwas, wenn man das Kit-Set kauft.

Nikon 18-105mm 3.5-5.6

Nikon 18-105mm 3.5-5.6

Das Kit-Objektiv ist zwar schon besser als frühere Objektive, stellt aber in meinen Augen wohl die schwächste Komponente am System ist. Die minimale Blendenöffnung von 3,5-5,6 ist nicht berauschend, wenn es um Portraits geht oder man mit der Tiefen(un)schärfe spielen möchte. In Summe ist das Objektiv für einen Anfänger sicher ausreichend – jedoch nicht die Linse, die man nach zwei Jahren noch immer gerne trägt.

Tamron 28-75mm 2.8

Tamron 28-75mm 2.8

Als ein Objektiv mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis hat sich das Tamron AF 28-75mm 2,8 XR DI LD ASL SP Macro digitales Objektiv herausgestellt. Durchgehend 2.8 ist durchaus respektabel und ich habe schon viele schöne Bilder damit gemacht. Selbst mein Nikon DX 18-200mm VR I ist seit dem die meiste Zeit arbeitslos. Für etwa 400€ kann man hier eine Kaufempfehlung aussprechen. Einziger Hasenfuss: die Brennweite ist beschränkt und der Weitwinkelbereich ist nicht sonderlich ausgewachsen. Preislich ist man dann nicht mehr so ganz im Rahmen…aber vielleicht ist einem die gesteigerte Lichtstärke das wert. Mir wäre es – auch wenn man hier keinen Bildstabiliator im Objektiv hat.

Nikon 50mm 1.8 Objektiv

Nikon 50mm 1.8 Objektiv

Variante zwei: man nimmt das zuerst genannte Kit-Objektiv. Und um ein Objektiv mit richtig Lichtstärke zu haben, holt man sich das legendäre Nikon AF Nikkor 50mm 1:1,8D Objektiv. Dank jahrzehntelanger Produktion dieser Linse bekommt man dieses Traumteil für rund 125€ – manchmal ein paar Euros weniger. Die Bilder die damit gemacht werden können suchen einfach ihres gleichen – bei diesem Preis. Einige Beispiele einer spontanen 50mm Session gibt es auf meiner Facebook-Page. Vorteil dieser Variante: man hat den größeren Brennweitenbereich, ein Immerdrauf-Objektiv für die Tour das bis 18mm runter geht und dazu die absolute Künsterler-Linse wenn man zaubern möchte. Und man hat seine ersten zwei Objektive – womit eine DSLR Sinn macht!

Weitere Nikon-Objektive, die ich jedoch persönlich nicht kenne wären:

Darüber hinaus gibt es natürlich noch einige Objektive von Drittherstellern, vor allem Sigma und Tamron, wenig von Tokina. Hier ist mir aber keine Aussage zur Qualität möglich, da ich diese nicht kenne. Im Internet sollten sich jedoch einige Infos dazu finden, falls man sich dafür interessiert.

Neuer Objektivanschluss für Nikon?

Geschrieben am 12. September 2010 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Objektivanschlüsse und -deckel bei Nikon bald neu?

Objektivanschlüsse und -deckel bei Nikon bald neu?

Das zweite Gerücht zu Nikols Zukunft findet sich auf petapixel.com und basiert auf einer Tatsache: Nikon hat ohne großes Aufsehen zu erwecken eine neue Abdeckung für den Objektivanschluss eingeführt. Der bisher verwendete Nikon LF-1 Objektivdeckel wird durch den neugestalteten Nikon LF-4 ersetzt. Soweit noch keine ungewöhnliche Meldung – auf den ersten Blick eine Kleinigkeit.

Neues Bajonett für Nikon Kameras und Objektive?

Anlass zur Spekulation bietet jedoch der neuerdings auf dem Objektivdeckel abgedruckte Hinweis „F Mount“. Dieser ist bislang bei Nikon der Standard als Objektivanschluss – warum sollte man also auf ein bestimmtes Bajonett hinweisen?

Einige sehen darin einen ersten Hinweis auf eine Überarbeitung des Objektivanschlusses – die F Objektikupplung soll also ein Geschwisterlichen bekommen?! Einige sind ohnehin der Meinung, dass es irgendwann eine neue „EVIL-style line of cameras“ geben wird. Es darf spekuliert werden ob darin dann ein neuer Objektivanschluss oder auch die angeblich geplanten Nikon Carbon-Bodys eingesetzt werden.

Nikon bringt 200-400m f/4 Objektiv

Geschrieben am 4. Mai 2010 von Sebastian | Bislang keine Kommentare

Nikkor 200-400mm | Bild: nikon.de

Nikkor 200-400mm | Bild: nikon.de

Mit dem „AF-S Nikkor 200-400mm f/4G ED VR II“ hat Nikon ein neues Teleobjektiv vorgestellt. Bei einer derartigen Brennweite ist das Supertele-Zoomobjektiv so ausgestattet, dass man die Berge ganz nah zu sich herholen kann. Ob es damit automatisch auch ein passendes Objektiv für die Bergfotografie oder der Outdoorfotografie im Allgemeinen ist, möchte ich kurz hinterfragen.

Technische Daten zum AF-S Nikkor 200-400mm

Das neue Supertele kommt mit einer wirklich ansehnlichen Ausstattung, die durch die folgenden Eckpunkte ganz gut skiziiert werden kann:

  • Lichtstärke: durchgängig 1:4
  • Brennweite (FX bzw. Kleinbild): 200-400 mm Brennweite
  • an einer DX-Kamera entspricht der Bildwinkel einem 300-600-mm-Zoom bei Kleinbild
  • Blickwinkel: 12°20´- 6°10´ (8°- 4° im Nikon DX-Format)
  • neuste Generation des Bildstabilisators von Nikon (VR II) mit den beiden Modi »Normal« und »Active«. Laut Nikon ermöglicht dieser um bis zu vier Stufen längere Verschlusszeiten.
  • Nanokristallvergütung auf der Frontlinse, die Probleme und Qualitätseinbußen durch Streulicht minimiert
  • Insgesamt 24 Linsen in 17 Gruppen, davon vier ED-Glas-Linsen sowie einige Linsen mit Nanokristallvergütung
  • ein abnehmbares Schutzglas
  • Drei Fokusmodi: M/A (Autofokus mit Option manuellem Eingreifens, MF hat Vorrang), M (manuelle Fokussierung) und A/M (Autofokus mit Option manuellem Eingreifens, AF hat Vorrang – vermeidet versehentliche Deaktivierung des Autofokus)
  • Gewicht: 3,36 kg
  • Abmessungen: ca. 124 mm Durchmesser und 36,6 cm (ab Objektivauflage bis Schutzglas)
  • Filterdurchmesser: 52 mm
  • Naheinstellgrenze: 2 m im AF-Modus; 1,95 m im MF-Modus.
  • neu ist auch ein schnellerer Silent-Wave-Motor (SWM), der natürlich auch sehr leise arbeitet

An Zubehör legt Nikon bei jedem Objektiv folgendes hinzu:

  • vorderer und hinterer Objektivdeckel
  • Objektivabdeckung  HK-30
  • Tasche CL-L2 (mit Spezial-Innenfutter)
  • spezieller Einschub-Filterhalter
  • 52-mm-NC-Einschraubfilter
  • spezielles Schutzglas (an das Objektiv angesetzt)
  • spezielle Tasche für das Schutzglas
  • Trageriemen LN-1
  • Transport- und Aufbewahrungstasche

Nikon-Qualität auf hohem Niveau

Der Vorgänger dieses Objektivs, das AF-S Nikkor 200-400mm f/4G ED VR hat bereits viele Fotografen überzeugt. Kein Wunder, denn es bietet überzeugende Bildqualität und ein solides Handling sowie Verarbeitung. Es ist zu erwarten, dass die Abbildungsleistung des Nachfolgeobjektives nicht hinter denen des Vorgängers zurückbleibt.

Gewicht des 200-400mm Nikon Objektivs

Ein Manko bringt ein Kommentator unter dem Artikel bei Golem gut zum Ausdruck:

Das Ding ist so auch ein Trum und zur Not auch als Schlagwaffe gegen anstürmende Raubtiere jedweder Grössenordnung zu gebrauchen.

Will heißen: das neue Gerät von Nikon ist nicht gerade handlich und wird in jedem Tourenrucksack mehr Platz als die Outdoorküche einnehmen. Ein Umstand, der es wenn dann zu einem Begleiter von Tagestouren werden lässt – oder extrem Fotoverrückten Packeseln. Für viele wird das Gewicht von immerhin 3,36 kg jedoch ein starker Wehrmutstropfen sein.

Weitere Nachteile des AF-S Nikkor 200-400mm

  • Ein solches Nikon-Objektiv-Flagschiff hat natürlich seinen Preis. Zugegeben ist dieser wie bei Nikon üblich nicht gerade ein Preisgrounder. Der empfohlene Verkaufspreis liegt bei über 7000,- €.
  • Für alle, die es eilig haben, ist zudem noch Geduld angesagt. Das Objektiv soll es ab Ende Mai geben.
  • Es ist nicht für die in der Outdoor-Fotografie doch noch üblichen DX-Sensoren optimiert, sondern für einen Einsatz an Nikon-FX-Kameras ausgelegt.

Mein Fazit in wenigen Worten

Das Objektiv wird für viele Outdoorfotografen in der Kategorie „Wünsche, die man nicht unbedingt erfüllt bekommen muss“ bleiben. Zwar würde sicher die Mehrheit gerne durch ein solches Objektiv blicken und knipsen. Jedoch möchten nur wenige das recht sperrige und schwere Monster den Berg hoch schleifen…so sie es sich finanziell gesehen leisten könnten oder wollten.

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