Die Nikon D7100 ist da – perfekt für den Outdoor-Fotografen?

Geschrieben am 23. Februar 2013 von .

Die Nikon D7100 draußen unterwegs

Die Nikon D7100 draußen unterwegs

Wie bereits in der Vergangenheit vermutet hat Nikon nun die D7100 vorgestellt. Es ist das neue Flagschiff der Nikon-Spiegelreflex-Kameras mit Sensor in der DX-Größe. Ich bin mir nun ziemlich sicher, dass es a) keine Nikon D400 geben wird und es b) meine nächste Kamera werden könnte.

Denn die Nikon D7100 ist eine sehr solide ausgestattete Kamera, die alles bietet was ein ambitionierter Fotograf braucht. Meinen erster Eindruck zur Kamera möchte ich Euch kurz präsentieren – selbstverständlich mit einem Fokus auf die Eignung als DSLR für Outdoor- und Bergfotografen.

Die Nikon D7100 Spiegelreflex-Kamera bietet alles für den ambitionierten Bergfotografen

Über die technischen Rahmendaten der Nikon D7100 wurde bereits viel geschrieben. Ich möchte Euch das also in diesem Artikel ersparen, denn ich kann wie all die anderen Artikel auch nicht mehr machen also die offiziellen Daten wiederzugeben. Aus diesem Grund möchte ich vielmehr ein paar der Eckdaten hinsichtlich ihrer Eignung für Outdoor- und Bergfotografen kommentieren. Einen Anspruch auf Vollständigkeit hat das selbstverständlich nicht und ich habe die Kamera auch noch nie aus der Nähe gesehen….

  • Die Kamera kommt laut den Spezifikationen mit einem robusten Gehäuse, dass in weiten Teilen aus einer Magnesium-Legierung besteht. Ich kenne das bereits aus der DX00-Serie und war immer zufrieden mit der hohen Robustheit der Bodys.
  • Der Body ist zudem abgedichtet gegen Staub und auch einem vertretbaren Maß an Feuchtigkeit. Wie üblich ist die Dichtheit allerdings erst hergestellt, wenn entsprechende Objektive verwendet werden – die höherwertigen haben allerdings i.d.R. bereits einen funktionalen Gummiring, der am Body aufliegt.
  • Nikon D7100 Draufsicht

    Nikon D7100 Draufsicht

    Bei dem Blick auf die Bedienelemente und die Aufnahmemodi kann ich schlicht nichts zu meckern finden. Insbesondere sind zwei Einstellräder für Blende und Belichtungszeit vorhanden – für fortgeschrittene Amateuere die auch mal komplett manuell fotografieren wollen ist das früher oder später ein echter Vorteil. Anders als bei der bisherigen 100er-Serie wird der Modi jetzt über ein oben platziertes Drehrad gewählt – in meinen Augen weniger fummelig (allerdings evtl. auch leichter versehentlich zu verstellen) als die Knopf-Variante bei der 100er-Reihe.

  • Die Core-Daten wie Auflösung, Serienbild-Funktion, Belichtungszeiten und der ISO-Bereich machen durchwegs einen soliden Eindruck und sollten Bergfotografen nicht einschränken. Allerdings weiß ich noch nichts über das Rauschverhalten der D7100 – man sollte allerdings mit guten Werten rechnen dürfen.
  • Der vieldiskutierte Verzicht auf einen Tiefpassfilter sollte für Aufnahmen in der Natur und von Personen kein Problem darstellen, da i.d.R. keine Moire-gefährdeten Motive abgelichtet werden. Aus diesem Grund freue ich mich über die höhere Abbildungsleistung und Schärfe die mit diesem Schritt erreicht wird…und bearbeite im Zweifel meine RAWs am Rechner nach.
  • Die Kamera hat keinen integrierten GPS-Empfänger mit dem der Aufnahmeort in die Bilddaten eingespeichert werden könnte. Allerdings hat Nikon ein entsprechendes Zubehörteil (GP-1) angekündigt mit dem man diesen nachrüsten kann.
  • Das Autofokus-System wurde in Anlehnung an die Profikameras ausgelegt und wartet mit 51 Messfeldern auf – 15 davon sind Kreuzsensoren. Das kann sich ebenso sehen lassen wie die Rahmendaten der Belichtungsmessung.
  • Nur mittelmäßig überzeugend finde ich die Betriebstemperatur welche für die D7100 angegeben wird. Bei 0°C bzw. 40°C soll Schluss sein – das könnte für manchen Anwender knapp werden. Andererseits sind das exakt die gleichen Angaben wie bei der Nikon D300s und ich weiß, dass diese auch in Schnee und Eis ihren Dienst verrichtete. Deswegen übersehe ich das einfach mal.
    Update vom 27. Februar 2013: Nikon France hat auf Flickr ein Album mit Beispielbildern veröffentlicht. Die wirken nicht nur richtig scharf sondern sind auch in den Bergen und im Schnee aufgenommen. So viel dazu wie ernst man bei Nikon selbst die 0°C-Untergrenze nimmt.
Rückseite der D7100

Rückseite der D7100

Übrigens finde ich den Preis der Kamera (vermutlich erhält man den Body für etwa 1100$, also für unter 1000€) für wirklich fair. Klar, aktuell kündigt Amazon noch andere Preise an…aber mal abwarten. Hält man insbesondere den Preis einer D600 (deren Bildqualität nicht immer besser als die der D7000 empfunden wird) oder gar einer D800 daneben, dann ist doch eine ordentlicher Unterschied zu erkennen. Es bewahrheitet sich also: wer Vollformat will, der muss auch voll mit Format in die Geldbörse greifen.

Erster Test der Nikon D7100 wird sehnlichst erwartet

Was ich bei der ganzen Berichtserstattung im Netz aktuell vermisse sind individuelle Erfahrungen und Testberichte zur Nikon D7100. Das liegt natürlich vor allem daran, dass die Kamera noch nicht auf dem Markt ist. Doch das wäre nur wirklich sehr sehr interessant und eine der letzten Hürden für meine Kaufentscheidung. Die allerdings ist für mich schon weitgehend gefallen: die Nikon D7100 könnte meine neue Begleiterin werden, denn die präsentiert sich als hochwertige Kamera die das obere Ende der DX-DSLRs markiert und das zu einem erschwinglichen Preis… Bis Ende März muss ich noch warten.

Alle Photos: nikon.de


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