Trinksysteme: Vorteile
Geschrieben am 8. Januar 2010 von Sebastian Staendecke.

Trinkrucksack von Camelbak
Seit etwa zwei Jahren verwende ich bei Touren immer wieder ein Trinksystem. Lange fragte ich mich, wie es denn sein kann, dass erwachsene Menschen sich wieder dem Nuckeln hingeben. Doch jeder, der es einmal begonnen hat, der erkennt schnell: Trinksysteme, Trinkblasen oder Trinkrucksäcke bieten große Vorteile:
- leichter Transport von Flüssigkeit
Durch die körpernahe Positionierung der Trinkblase im Rucksack ist Beförderung einfach. Der Schwerpunkt wird nahe an den Körper geholt – stets angenehm und zwingend für alle Aktivitäten, bei denen der Rucksack nicht umschlagen darf, beispielsweise Klettern, Hochtouren, Radfahren,… - begünstigt kontinuierliche Flüssigkeitsversorgung
Es ist unbestritten: besser als “Druckbetankungen” in kurzen Pausen ist eine kontinuierliche Versorgung Flüssigkeit in kleinen Mengen. Da der Trinkschlauch immer in Mundnähe ist, kann man einfach mal schnell ein oder zwei Schluck nehmen…ohne gleich den Rucksack runterzerren zu müssen. - Trinken in fast jeder Situation möglich
Mal ehrlich: wie oft hängt man in der Wand, ist froh, dass man mit zwei Händen sich und seine Ausrüstung halten kann und dann kommt auch noch der Durst. Mit einem Trinksystem dreht man den Kopf, Trinkventil rein, draufbeißen, kurz saugen….Ahhhhhh. - für Fotografen: Kamera bleibt in den Händen
Es mag für den Laien komisch klingen aber die Situation ist für den Outdoor-Fotografen existent: in der Hand liegt eine Kamera, deren Wert locker vierstellig ist. Die Füsse stehen auf oder besser gesagt in Schnee. Möchte man jetzt den Rucksack ablegen um etwas zu trinken, so hat man oft keine andere Chance als wahlweise einarmige Akrobatik zu vollführen oder eben die Kamera abzulegen. Doch wer tut das gerne? Ich habe mich bislang im Zweifelsfalle immer für meine Nikon und gegen meinen Durst entschieden. Heute muss ich das nicht mehr. - Glück haben und Scherben vermeiden
Die Trinkblasen moderner Trinksysteme und Trinkrucksäcke sind nahezu unzerstörbar. Im Vergleich zu Glasflaschen ergibt sich dadurch der Vorteil, dass selbst bei heftigen Stößen oder derben aufsetzen des Rucksacks kein klirren und anschließendes fluchen zu hören ist. Selbst kräftige Stürze des Vorsteigers verträgt ein Trinksystem – und haut diesem auch keine Kanten in den Rücken. - Optimales Packmaß
Lange Jahre habe ich bei kürzeren Touren in den Tagesruck zuerst zwei Flaschen Wasser und dann den Rest dazwischen gestopft. Wenn ich heute eine flache Trinkblase in meinen Rucksack schiebe und dieser nicht wesentlich an Stauraum zu verlieren scheint, kann ich das nur müde belächeln. Und erst recht am Abend - Geringes Gewicht des Trinkgefäßes
Das schwerste an eine Flasche Wasser war für mich immer die Glasflasche an sich. Ein Trinksystem wiegt hier deutlich weniger.
Weitere Artikel der Trinksysteme-Reihe:
- Plastikgeschmack im Trinksystem (in Kürze)
- Pflegehinweise für Trinksysteme (in Kürze)
- Kaufberatung zu Trinksystemen und Trinkblasen (in Kürze)
- Kaufberatung zu Trinkrucksäcken (in Kürze)
- Bekannte Hersteller von Trinksystemen (in Kürze)
- Test: Trinksystem Deuter Streamer (Source)
Linktipps rund um das Thema Trinksysteme:
Bezugsquellen für Trinksysteme: Meine Empfehlung
Weitere Bezugsquellen:
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