Sony NEX-3 und NEX-5 Systemkameras
Geschrieben am 12. Mai 2010 von Sebastian Staendecke.
Sony hat jüngst zwei Kameras vorgestellt, die den Versuch unternehmen mind. vier Dinge zu vereinen:
- System und Bildqualität eines Spiegelreflexkamera
- Verwendbarkeit von Wechselobjektiven
- ultrakompakte Bauweise wie eine Kompakte
- sehr einfache aber effektive Automatikmodi für jedermann
Unterschiede zwischen Sony NEX-3 und Sony NEX-5
Die beiden Modelle SONY NEX-3 und NEX-5 sind nun bereits in verschiedenen Setups auf Amazon zu finden. Es gibt zwischen den beiden Kameras recht wenige Unterschiede, diese jedoch haben es dann doch in sich:
- Die NEX-5 nimmt Full HD (1920 x 1080i) Videos im AVCHD-Format auf. Das eignet sich perfekt um die Bilder in HD-Qulität anzusehen. Die kleine Schwester Sony NEX-3 nimmt “nur” HD-Videos in MPEG4 Format auf. Das eignet sich jedoch noch immer für beispielsweise die Weitergabe via YouTube.
- Nur die Sony Nex 5 hat ein Magnesiumgehäuse, was für eine anständige Robustheit spricht.
Gemeinsam ist der Kamera der verbaute Sensor. Sowohl die NEX-5 als auch die NEX-3 wurde mit einen Exmor™ APS HD CMOS-Sensor ausgerüstet, der effektiv mit 14,2 Mio. Pixeln aufwarten kann. Diese Senosoren sind größer, als die Sensoren einfacher Kompaktkameras, was sich in der Bildqualität bemerkbar machen dürfte.
Wer genauere Infos über die Kamera finden möchte, findet diese beispielweise auf der Infoseite zur Sony-Kamera auf dkamera.de. Überragende Technische Besonderheiten konnte ich beim darüberlesen nicht finden.
Objektive für Sony NEX-3 und Sony NEX-5
Besonderheit ist die Möglichkeit das verwendete Objektiv zu wechseln. Keine Frage, das sind gute Voraussetzungen über einen großen Brennweitenbereich erfolgreich die Abbilungsleistung hoch zu halten. Über die Güte Objektive ist bislang nicht viel bekannt….aber man darf vermutlich von einer Sony-typischen Ausrichtung ausgehen – jedoch sicher nicht von einer der Highend Linsen.
Der kaufwütige Besitzer eines Sony Nex 3 oder Nex 5 kann aktuell zwischen den folgenden Objektiven wählen:
- ein SEL-18200 Objektiv mit 18 bis 200mm Brennweite und F3,5-6,3
- das SEL-1855 mit der üblichen Brennweite von 18-55 mm bei nicht berauschender F3,5-5,6
- die Linse SEL-16F28, eine Festbrennweite mit gerade mal 16 mm und passabler F2,8 – von Sony als Weitwinkel-Pancake-Objektiv bezeichnet
Schwenkpanorama-Funktion
Beide Modelle verfügen über eine Schwenkpanorama-Funktion – auf den ersten Blick für jeden Bergfotografen eine verlockende Möglichkeit. Es wird quasi in einer Art automatischem Stiching (zusammensetzen mehrerer Bilder) die Aufnahme von noch breiteren Landschaftsaufnahmen und Panoramen mit besonders breitem Blickwinkel ermöglicht. Die Anwendung ist laut SONY kinderleicht: den Auslöser betätigen und die NEX-5 bzw. NEX-3 von einer Seite zur anderen oder von oben nach unten schwenken. Auf kompatiblen BRAVIA™ 3D Fernsehern soll der technikbegeisterte User sogar beeindruckende 3D-Panoramen ansehen können.
SONY NEX 3 und NEX 5: Bergfotografie und Outdoorfotografie geeignet?
Ich möchte in paar Eindrücke zu den beiden neuen Kameras loswerden, die sich jedoch nur auf theoretischen Thesen berufen. Ich hatte die Kamera bislang noch nicht in der Hand…gerne kann jedoch Sony mir diese für einen Test zukommen lassen…
- Die Kameras sind mit den vorgesehnen Objektiven leicht – was sie für alle Rucksackträger attraktiv macht.
- Das Handling, insbesondere das sichere und ruhige Halten, einer Kamera dieser Größe stelle ich mir recht schwer vor, wenn die Objektive dann etwas ausladender werden. Das zählt doppelt, wenn man versucht per Live View zu arbeiten, was mit Spiegelreflexkameras incl. anständigen “Rohr” vorne drauf immer problematisch ist.
- Die Möglichkeit Alpha Objektive zu adaptieren eröffnet weitere Möglichkeiten…allerdings würde ich dann wohl auch auf die Rückteile der Sony Alpha Serie zurückgreifen.
- 16mm mit f2,8 – das hört sich technisch gesehen danach an, dass man damit durchaus mal ein Panorama knipsen kann – auch ohne die Panorama-Schwenkfunktion. Wem das noch nicht reicht, der kann sich ja das genannte Fischaugen-drauf-Baudings besorgen – klar, dass dieses dann auch Licht schlucken wird.
- die übrigen Objektive sind nicht überragend – allerdings von ihren Kennzahlen nicht hinter den Kit- und Einsteiger-Objektiven anderer Hersteller. Hier gilt es wohl die ersten Erfahrungswerte und Messergebnisse abzuwarten.
- Die Sony NEX-5 sollte dank dem Magnesiumgehäuse recht robust sein. Das große Display auf der Rückseite kann man mit einer extra erhältlichen Abedeckung versehen und schützen. Gerade mit der Festbrennweite sollte die Kamera aber auch einen ruppigen Transport im Rucksack überstehen. Erfahrungswerte gibt es noch keine.
Mein Fazit lautet also: sicher waren weder Anhänger der Bergfotografie noch die der Outdoorfotografie nicht die primäre Zielgruppe der Macher der NEX-Reihe. Auf Grund des Gewichtes sowie der kompakten Abmessung ist diese jedoch mindestens aus logistischer Sicht von Interesse. Die erreichte Bildqualität muss sich erst noch beweisen…die Bedienung ohne Drehrädchen und zu fast 100% über das Display erscheint mir jedoch schon durchaus etwas weniger auf Profis und ambitionierte Fotografen zugeschnitten.
Wer weitere Infos haben möchte, der kann sich unter anderen an diesen Stellen informieren:
- weitere Infos zur NEX 3 und NEX 5 auf Amazon
- Erfahrungsbericht “12 Stunden mit der NEX 5″
- Vergleich der Sony Nex 5 mit Canon EOS 500D
- Kurzvorstellung der Kameras auf Golem.de
PS: Es wird bereits bemunkelt, dass es im September eine Highend Version der SONY NEX Serie geben soll. Diese soll den Namen NEX 7 tragen und noch eine Ecke professioneller sein. Man darf also gespannt sein.
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Kommentare von anderen Lesern (2)



















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Wie kommt jemand der die Objektive nicht einmal in der Hand hatte zum Schluß, dass sie wohl mittelmäßig sind. Ich verwende sie und bin anderer Meinung.
Da sollte man es doch eher mit Wittgenstein halten: “worüber man nicht reden kann, darüber soll man schweigen”!
Hallo Nina,
vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich habe nicht behauptet, dass die Linsen mittelmäßig sind, sondern dass sich diese erst noch beweisen müssen. Die Einschätzung, dass es vermutlich keine High End Linsen sind rührt einfach vom Preisgefüge, den Abmessungen, den Kennzahlen sowie den Berichten die ich zuvor gelesen habe. Wenn ich von ProLinsen spreche, dann würde ich i.d.R. von einer vierstelligen Summe ausgehen…
Gruß,
Sebastian