Sechs Sünden für und mit einer Nikon

Geschrieben am 6. Juni 2010 von Sebastian Staendecke. Dieser Artikel ist ein(e) Versuch der Unterhaltung.

Nikon D5000 | Photo: Nikon.de

Was kann man ihr zumuten und was nicht? | Photo: Nikon.de

Auf dem Nikblog von Florian Weißenstein bin ich auf einen interessanten Artikel “6 Dinge, die Du niemals mit Deiner Nikon Kamera machen solltest” gestoßen. Dort listet er nach eigenen Angaben…

Dinge die sollte man mit seiner Nikon Kamera einfach sein lassen – den sie könnten böse enden!

Zwar merkt er noch an, dass man nicht alles so ganz todernst nehmen sollte und müsse – ich möchte Euch diese jedoch nicht vorenthalten. Eine Kurzfassung incl. Selbstjustiz gibt es hier bei mir – die volle Pracht bekommt man bei Florian.

  1. Die Kamera sollte nie (lange) im Auto liegen bleiben, da dies nicht nur Langfinger anlockt. Vielmehr kann es auch der Kamera an sich schaden, die mit Temperatur-Schocks zu kämpfen haben. Sensoren, Akkus und Displays sind hierüber nicht erfreut.
    Selbstjustiz: Schuldig – in vollem Umfang. Denn ich fahre meine CAM oftmals wochenlang im Auto rum, weil sie dann eben immer da ist, wo ich auch bin.
  2. Ein ständiges Ein- und Ausschalten der Knipse sollte vermieden werden. Das schont den Akku und verbessert dessen Lebensdauer. Der Grund: es wird nicht jedes mal die komplette Elektronik der Kamera aktiviert. Die bessere Alternative: der automatische Schlafmodus von Nikon-Kameras, der sich nach einigen Minuten automatisch einstellt.
    Selbstjustiz: Schuldig – in mehr als dem vollen Umfang. Die D200 wie alle anderen Kameras sind so fix “hochgefahren”, dass man denkt man tut etwas gutes.
  3. Immer zwei Hände an der Kamera ist leicht erklärt: man lässt sie einfach nicht so einfach fallen. Mein ergänzender Tipp: Halsband ein-, zwei- oder dreimal um das Handgelenk und gut ist. Dafür ist dann aber nicht weniger verwackeln angesagt.
    Selbstjustiz: Alleine weil ich nicht verwackeln möchte, nehme ich i.d.R. mit zwei Händen auf. Sollte nur eine Hand an der Kamera sein, ist diese i.d.R. nochmals irgendwie gesichert. Ich beantrage Freispruch.
  4. Nicht nur eine Nikon sollte weit weg von Getränken und Flüssigkeiten aller Art stehen. Nun ja, das ist selbsterkärend.
    Selbstjustiz: Mein Gottvertrauen in die Menschen um mich herum verleitet mich immer wieder die Kamera auch mitten auf den Tisch zu packen. OK, das ist weniger sinnvoll…aber es ging immer gut.
  5. Farb- und Szenenmodi sind tabu – und ich stimme vollumfänglich zu. Wer seine Bilder schon in der Kamera in Sepia oder Graustufen wandelt ist selber schuld, dass der Photoshop halt noch immer besser. Gleiches gilt für die Verwendung von verschiedenen Szenenmodi wie “Sportbild”, “Portrait” oder “Landschaft”. Wer nicht weiß was dahinter steht, sollte die Finger davon lassen und in relevanter Literatur blättern. In der Regel: Blenden- oder Zeitautomatik oder halt gleich vollumfänglich manuell.
    Selbstjustiz: Ich bin großer Freund der Blendenpriorität, welcher mein Standard ist. Gerne wechsle ist aber auch in die beiden anderen Modi der Macht. Ich fühle mich nicht schuldig.
  6. Blindes verlassen auf den automatischen Weißabgleich zählt laut Florian ebenfalls zu den Don’ts der Nikonwelt. Das kann ich ebenfalls unterstreichen – in manchen Situationen ist dieser überfordert. Es handelt sich also wieder um einen Verlass auf Technik und Automatik, der nicht zu begrüßen ist.
    Selbstjustiz: Nun, ich und der Weißabgleich…den vergesse ich ebenso gerne zu checken wie seinen Bruder, den ISO-Wert. Aber immerhin bemerke ich fix, wenn die Lichtverhältnisse besonders sind und einer individuellen Betreuung bedürfen.

Diese Liste könnte man natürlich weiter fortsetzen – insbesondere die letzten beiden Punkte, die auf die Aufnahmetechnik verweisen. Jeder, der etwas ergänzen möchte, ist herzlich eingeladen das auch unter dem Original-Blogpost zu tun.

Ich ergänze noch etwas, das sich auch in den Kommentaren bei Florian bereits abzeichnet: so einfach ist es dann doch nicht eine Nikon klein zu bekommen. Meine D200 war im Sandsturm, wurde mehrmals getauft und die vorherige D50 wurde wochenlang im Seilsack mit transportiert, der seiner Bestimmung folgend recht ruppig behandelt wurde. Alles funktioniert noch. Vor allem hochwertige Modelle – dazu zähle ich hier alles ab D und dann dreistellig – sind durchaus hart im nehmen.

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