Nikon Coolpix L110 mit Fragezeichen

Geschrieben am 18. Februar 2010 von Sebastian Staendecke.

Nikon COOLPIX L110 (Bild: nikon.de)

Nikon COOLPIX L110 (Bild: nikon.de)

Nikon hat seine erfolgreiche COOLPIX Reihe überarbeitet. Mit der Nikon COOLPIX L110 könnte eine neuer Bridge-Abkömmling erschienen sein, die auch für Bergfotografen interessant sind. Der Nachfolger der L100 soll ab Ende Februar für rund 270€ erhältlich sein.

Leider nennt Nikon bislang wenig Details zur Kamera. Ein Link in den News auf Nikon.de ist leider noch fehlerhaft. Da man jedoch eine Beeindruckende Allrounderin verspricht, möchte ich hier die spärlichen Infos kurz bereitstellen.

Vorstellung der Nikon COOLPIX L110
Laut Nikon vereint die Coolpix L110 “moderne Technologie mit höchster Benutzerfreundlichkeit”. Die folgenden Informationen skizzieren die Kamera kurz:

  • NIKKOR-15-fach-Weitwinkelzoomobjektiv bei dem “herausragende Präzision und Schärfe” versprochen wird
  • Aufnahme von HD-Filmsequenzen mit Stereoton
  • hochauflösendes 7,5-cm-LCD-Monitor (3 Zoll)
  • 12,1-Megapixel-Sensor
  • fünf Funktionen für die Reduzierung von Verwacklungs- und Bewegungsunschärfe
  • ergonomischer Handgriff
  • Makroaufnahmen aus nur 1 cm Abstand
  • 15 Motivprogramme
  • eine Motivautomatik die das Motiv und die Umgebungsbedingungen analysiert und automatisch das zur Aufnahme passende Motivprogramm wählt
  • laut Nikon eine bessere Energieeffizienz als die meisten anderen Kameras, die mit Mignon-Batterien oder -Akkus (Größe AA) betrieben werden

Veröffentlichung und Preis

Der Preis soll rund 270€ betragen, was angesichts der genannten Leistungsmerkmale weder übermäßig teuer noch übermäßig günstig wäre. Werden meine COOLPIX-Erfahrungen bestätigt, handelt es sich bei der L110 vermutlich um eine solide Kamera, die keinen Superlativ bietet aber in der Breite überzeugen kann.

Die rote sowie schwarze Variante soll ab Ende Februar 2010 bei den Händlern auflaufen. Auf Amazon konnte man sie heute noch nicht kaufen. Es sollte jedoch in absehbarer Zeit soweit sein.

Kommentare und Einschätzungen

Insbesondere das Versprechen, dass die Akkulaufzeiten maximiert wurden, könnte die Kamera interessant machen, da auch auf langen Reisen ohne extra Ladegerät die Kamera ihren Dienst verrichtet. Natürlich ist die Verwendung von AA-Baterrien immer gut, wenn man gut und günstig an fast jedem Fleck der Zivilisation Stromspeicher haben möchte.

Eine Erwähnung verdient auch der Mindestabstand des Objekts zu Linse von nur einem Zentimeter. Damit sollten beeindruckende Makroaufnahmen möglich sein. Ansonsten darf davon ausgegangen werden, dass es sich um eine ausgewogene Kamera handelt.

Ein 12,1 MP-Sensor ist heute eher Standard als etwas besonderes. Ich bin jedoch ohnehin kein Freund des Wettlaufs um Megapixel und hätte lieber erfahren, welcher Sensortyp sich in die Kamera eingeschlichen hat.

Ebenso verhält es sich mit den angekündigten Stabilisatoren bzw. das was diese ersetzen soll – insgesamt sollen es fünf an der Zahl sein. Das verwundert ein wenig, sind doch die Sensoren oder die Objektive gefordert und alternativ noch eine digitale Variante möglich. Was hier allerdings alles angeboten wird und ob diese auch miteinander kombiniert werden können, wurde noch nicht verraten.

Bleibt zu fragen: kann ich weiterhin manuell fotografieren? Es wäre wünschenswert. Denn dann könnte es sich wirklich um eine solide Kamera für die Bergfotografie handeln, wenn man aus Gewichts- oder Budgetgründen auf eine DSLR verzichten muss oder will. Ich werde meine Augen offen halten und evtl. etwas genaueres dazu schreiben.

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